Montag, 11. Juni 2012

Nepalesisches Vegetrarisches Essen

Um euch zu beweisen, dass ich nicht nur über Erdebeer-Rhabarber-Kuchen blogge, hier nun etwas ganz anderes! 

Gestern hatte ich das große Glück, dass meine Mitbewohnerin Sagun aus Nepal für und mit mir gekocht hat! Und mir somit einen kleinen Einblick in die nepalesische Küche gewährt hat!

Von ihr habe ich gelernt, dass die Küche Nepals, eine weitgehende vegetarische Küche, die durch die Kochkultur Indiens  und Chinas geprägt ist. Zu den Grundnahrungsmitteln gehören: Linsen, Reis, Bohnen, Erbsen und Ghee (Butterschmalz). Außerdem ist jedes Gericht reich an Gewürzen wie Ingwer, Ölsaaten, Curcuma, Szechuanpfeffer, uvm., welche allen Gerichten eine tolle Raffinesse verleihen.

All diese Gewürze sollen einen gewissen Zweck erfüllen, beispielsweise ist Curcuma (Curcuma longa) antibakteriell und entgiftend; hingegen das Heilige Basilikum (Ocimum tenuiflorum) enthält viele Antioxidantien und soll Krebs vorbeugen. Meiner Meinung nach macht diese Gewürzvielfalt die Gerichte so gesund!
Beim Kochen, als auch beim Essen, legt man großen Wert auf den "Bewussten Genuss" des Essens und für mich war es ein tolles neues Erlebnis!


Das gemeinsame Kochen mit ihr hat mir sehr viel Spaß gemacht und es hat mich sehr gefreut, dass es kein Problem war, etwas natürlich glutenfreies zu Kochen. Hier also noch einmal: Danke liebe Sagun für das tolle Abendessen!

Hier die Bilder zu unserem typisch nepalesischen Gerichten: 

Tarkari - Gemüsepfanne á la Sagun

Tarkari ist eine leckere Gemüsepfanne mit ausgefallenen Gewürzen und "Ladyfingers (Okra)." Zusammen mit etwas Reis einfach lecker!


Kakro aaluko achar - Gurken-Sesam-Salat, Reis und Gemüsepfanne


Kakro aaluko achar - dieser Salat ist echt der Hammer, ich habe davon viel zu viel gegessen, aber er war sooooo gut!


Dahi - Fruchtjogurt mit Gewürzen

Dahi - Ein frischer Jogurt mit Obst, Honig und mit Gewürzen verfeinert! Was gibt es besseres nachdem man sich den Bauch mit viel Gemüse, Salat und Reis vollgeschlagen hat!

Das überraschende für mich war, wie gut Kardamon mit Honig und Jogurt harmoniert! Es hat dem Ganzen einen exotischen Touch gegeben und außerdem soll es die Verdauung fördern!


Und nun möchte ich euch nicht weiter auf die Folter spannen, hier also die Rezepte für all jene die jetzt sabbernd vorm PC sitzen und es gerne kochen möchten:



Jedes Rezept sollte für 3-4 Personen reichen.

Kakro aaluko achar - Gurken Sesamsalat:

1 Salatgurke (wenn bio mit Schale)
2-3 Karotten
4 kleine Kartoffeln
4 El Sesam
1 kleine Chilischote/ Peperoni
1-2 El Zitronensaft
1 El Olivenöl
1/2 Tl Curcuma (Gelbwurz)
1/2 Tl Bockshornklee (Samen)
eine Priese Pfeffer
eine Priese Salz

  1. Kartoffeln gar kochen, am besten Pellkartoffel, unterdessen sich um Punkt 2 und 3 kümmern, sind die Kartoffeln gar, dann schälen, in Stückchen schneiden. 
  2. Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis er leicht braun wir. Dann mit einem Mixer zerkleinern.
  3. Die Karotten (und die Gurke) schälen und in einheitlich große Stückchen schneiden. Mit dem gemahlenem Sesam vermischen und den Zitronensaft dazugeben.
  4. Die Chilischote in kleine Scheiben schneiden, das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Bockshornklee mit dem Chili darin kurz erhitzen, bis die Samen des Bockshornklees rot geworden sind.
  5. Das Öl und den Curcuma über den Salat geben und alles gut vermischen. Mit einer Prise Salz und Pfeffer würzen.
Wer möchte kann dem Salat noch gekochte Linsen hinzufügen!
     
Tarkari - Gemüsepfanne 

1 El Ghee (ersatzweise Butter)
8 Pilze
150g Stangenbohnen
1 Paprika
2 Tomaten
10 Okras
1 Zucchini
1 Zwiebel
1 Stück Ingwer
1/2 Tl Cumin (Kreutzkümmel)
1/2 Tl Senfsamen
1/2 Tl Ingwer
1/2 Tl Ajowain Samen (Ajwain, Königskümmel, ersatzweise Fenchelsamen)
1/2 Tl Chilischote

  1. Gemüse waschen, putzen und in Stückchen schneiden. Die Okras solltet ihr erst, direkt bevor ihr sie in die Pfanne gebt, zerschneiden, sonst bluten sie aus! Die Zwiebel würfeln, den Ingwer hacken oder reiben und die Chilischote in kleine Scheiben schneiden.
  2. In einer Pfanne etwas Ghee mit Cumin, Senfsamen, Ingwer, Ajowain, Chilischote und Zwiebelwürfeln anbraten bis die Gewürze intensiv duften und die Zwiebel glasig ist (nehmt maximal mittlere Hitze, damit die Gewürze nicht verbrennen und bitter werden).
  3. Gebt alle Gemüse in die Pfanne und bratet sie alle kurz aber kräftig an, dann das Ganze etwa 5-10 Minuten, zugedeckt köcheln lassen. Das Gemüse sollte bissfest, aber nicht roh sein!

Dahi - Fruchtjogurt:

500g Naturjogurt (ob nun 1,5%, 3,5% oder Sahne Jogurt)
1-2 Bananen
1 großen Apfel
2-3 El Honig (oder mehr wenn ihr es süß wollt)
1 gute Messerspitze gemahlener Kardamon
1 Messerspitze Zimt

  1. Die Banane schälen und in kleine Würfel schneiden, den Apfel waschen, entkernen und ebenfalls klein schneiden. 
  2. Alles miteinander vermischen und für mindestens 1h kalt stellen, so dass es gut durchziehen kann!

Als Sagun sah, dass ich unsere gemeinsam erkochten Gerichte in Rezeptform packte, sagte sie: "Es ist egal welches Gemüse oder Obst du benutzt! Du kannst alles austauschen oder mit eigenen Gewürzen zu ergänzen!"

Also solltet ihr das Gefühl beim Abschmecken haben, dass an der Gemüsepfanne noch Knoblauch, frische Kräuter oder andere Gewürze fehlen, dann einfach rein damit! Oder habt ihr das Gefühl in euer Dahi gehört keine Banane, dafür aber Mango... dann rein damit.

Ich wünsche euch gutes Gelingen und guten Appetit!





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