Mittwoch, 13. Juni 2012

Safranreis mit Tadig

Auf  besonderen Wunsch einer guten Freundin, kommt hier eine kleine Anleitung um
Safranreis mit Tadig zu kochen!

Tadig mit Lammgulasch
Safranreis, auf persische Art gegart, ist für mich etwas ganz besonderes. Habt ihr schon mal Tadig probiert? Das ist eine herrliche goldgelbe Kruste, die durch die spezielle Art des Garnes entsteht! Sie macht das Reisessen zu einem neuen Erlebnis.

Das liegt nicht zuletzt auch am Safran, mit dem man diese Speise verfeinert!  Safran kennen wir alle aus dem Kinderlied: "Backe, backe, Kuchen." In dem es heißt: "Safran macht den Kuchen gehl", aber habt ihr auch schon mal Safran gegessen?

Ich habe Safran und die persische Küche, die mir jemand ganz besonderes vorgestellt hat, kennen und lieben gelernt. 

Hier noch ein paar kurze Infos zu Safran:

Safran ist ein Gewürz, das aus der Blüte, besser gesagt aus dem Stempel einer im Herbst blühenden Krokussorte (Safrankrokus, Crocus sativus) gewonnen wird. Aufgrund der mühsamen Herstellung zählt Safran zu den teuersten Gewürzen der Welt.

Safranfäden
Safran sagt man eine aphrodisierende Wirkung nach.

Den Geschmack des Safrans kann ich euch nicht beschreiben, man muss ihn einfach probiert haben. Wikipedia beschreibt ihn als:  bitter-herb-scharf, was ich überhaupt nicht so empfinde.
Solltet ihr Safran kaufen wollen, achtet darauf, dass ihr keinen gemahlen, sondern Safranfäden kauft.

Wollt ihr, kein Geld für Safran ausgeben, könnt ihr ersatzweise Curcumapulver verwenden, der Tadig gelingt auch damit, schmeckt aber etwas anders als das Original!

Safranreis mit Tadig und Lammfleisch
Des weiteren solltet ihr einen guten Basmati Reis haben, er sollte langkörnig, dünn und keinesfalls parboilt sein! Am besten eine Sorte aus dem Asiamarkt. Ich benutze die Sorte Atri, die man inzwischen auch in einigen Supermärkten bekommt.

So, liebe Jenny, nun also für dich und alle anderen, die Appetit bekommen haben und sich auch an Safranreis versuchen wollen, das Rezept:



Zum Rezept und der Durchführung kommen in den nächsten Tagen noch ein paar Bilder!

 Safranreis - Chelow safrani چلو زعهرانی


3Tassen Reis
~ 1 Tl Salz
Wasser

3El Öl (Raps oder Sonnenblumenöl)
5-6 Safranfäden
1 Würfelzucker
60 ml Kochendes Wasser

(Solltet ihr Curcuma nehmen, dann einen halben Teelöffel Curcumapulver und einen halben Teelöffel Zucker, statt dem Würfelzucker.)


Außerdem braucht ihr:
Einen Mörser, einen Kochlöffel, ein Sieb und einen Topf (am besten mit Teflon beschichtet oder einen gusseisernen Bräter)

Zuerst den Reis waschen, ich mache das so: Dafür gebe ich den Reis in den Topf, lasse kaltes Wasser aus dem Wasserhahn darüber laufen, bis etwas 4cm Wasser im Topf steht. Dann rühre ich alles mehrfach mit der Hand um und gieße dann das Wasser vorsichtig ab. Diesen Vorgang wiederhole ich noch zweimal.

Dann gebe ich so viel Wasser über den Reis, dass 2 Fingerglieder bedeckt sind. Dann das Salz hinzufügen und gut umrühren. Nun das Ganze auf den Herd stellen und offen kochen lassen.

Probiert den Reis ab und zu! Er ist fertig wenn er "al dente" ist! Das überprüft ihr wie folgt: Ihr nehmt ein Reiskorn zwischen die Finger und zerdrückt es! Lässt sich die äußere Schicht zerdrücken in der Mitte bleibt aber noch ein kleines hartes Körnchen zurück, ist der Reis fertig!
Leider hat jeder Reis seine eigene Garzeit weshalb ich keine genaue Zeiten angebe.

Ist der Reis fertig, gießt ihr ihn durch das Sieb ab. Zerreibt die Safranfäden im Mörser bis es ein feines Pulver ist, gebt dann den Würfelzucker hinzu und zermahlt auch diesen. Gießt das Ganze mit 60 ml kochendem Wasser auf und rührt herum bis es eine homogene Phase ist.

Wascht denn Topf von innen sauber und trocknet ihn außen ab. Gebt einen Esslöffel Öl  und zwei Esslöffel Safranwasser in den Topf und lasst es kurz aufkochen. Füllt nun den Reis hinein und baut in der Mitte des Topfs mit dem Reis eine kleine Pyramide, vermischt das restliche Öl mit dem Safranwasser und gebt es gleichmäßig über die Reispyramide.

Ihr macht nun den Deckel darauf, er sollte gut schließen. Sollte das nicht der Fall sein, wickelt den Topfdeckel in ein Geschirrtuch ein. Sobald der Topf verschlossen ist, dreht nun den Herd von der höchsten Stufe (beim mir 6) auf die zweit niedrigste (1).

Der Reis braucht nun etwa 30 Minuten. Er ist fertig, wenn er singt!
Das kennt ihr sicher von Dampfnudeln, wenn aus dem Brodeln ein Knistern wird, dann ist er fertig!

Nehmt den Topf vom Herd, legt einen Teller auf den Topf, der etwas größer ist als dieser. Dreht den Topf um und stürzt den Reis auf den Teller, es sollte ein sanfter "Plop" zu hören sein, wenn die Kruste sich vom Topfboden löst.
Passiert dies nicht, nehmt einen Pfannenwender und löst die Kruste vom Topfboden und drapiert sie schön auf dem restlichen Reis... 

Dazu passen gut Schmortöpfe, Gemüseeintöpfe, Gulasch, kurz Gebratenes oder Tsaltsiki!

Eins noch: Gebt nicht auf, falls es beim ersten Mal nicht ganz so schön geworden ist! Es hat bei mir auch zwei bis drei Anläufe gedauert bevor ich einen perfekten Tadig hatte. Aber auch ein nicht perfekter Tadig schmeckt genauso lecker ;-)

Guten Appetit!

1 Kommentar:

  1. Liebe Svenja, vielen Dank für das Rezept, und dass du an mich gedacht hast. Wenn ich wieder dauerhaft in der Gegend bin müssen wir es zusammen kochen. Ich schulde dir eh noch das eine oder andere Essen.

    Ganz liebe Grüße

    Jenny

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