Freitag, 14. Dezember 2012

Fränkisches Schäufele á la Patrizia

Ich war vor Kurzem übers Wochenende in Nürnberg, und dort habe ich so einiges erlebt! Nürnberg ist eine tolle Stadt, ich habe dort Freunde besucht, neue gefunden und bin lecker bekocht worden bin! Patrizia hat Schäufele gemacht und mir ein neues Rezept beigebracht!

Schaut euch das Bild mit dem fränkischen Schäufele, dem Knödel, Rotkohl und Schmorgemüse an! Ich könnte in den Rechner beißen... es war so lecker!
Und das Rezept ist erstaunlich einfach. :-)

Mit Freude konnte ich am Hauptmarkt beim Stand der Firma Jakob glutenfreie Lebkuchen entdecken und ganz viele Lebkuchen kaufen!
Die sind ja soooooo lecker und es gibt eine riesige Auswahl! Die Elisenlebkuchen haben eine Oblate aus Maisstärke und sind entweder braun, mit Zuckerguss oder mit Schokobezug zu haben! Dann gibt es sie auch noch in vielen Dekovariationen! Ich war hell auf begeistert!

Schaut euch die leckeren diversen glutenfreien Lebkuchen an!
Herzlichen Dank an www.schmidtlein.de  und Jürgen, der mir seine Fotos für diese Collage zur Verfügung gestellt hat!

Nun aber wieder zum Schäufele! Patrizia hat für mich dieses traditionelle Sonntags- und Fesstagsessen aus Franken zubereitet und mir ihr Rezept verraten!


Das Schäufele nennt man so, weil das Schweine-Schulterblatt die Form eines Schaufelblattes hat.Obwohl es auch daran liegen könnte, wie man dieses leckere Essen rein schaufelt!

Allerdings ist es außerhalb Frankens nicht so leicht ein Schäufele zu bekommen, denn die regionale Tradition spiegelt sich nicht nur in der Zubereitung des Schäuferles sondern auch in der Form und Beschaffenheit des Fleisches wieder. Leider findet man nicht überall einen Metzger, der weis, was gemeint ist!


Fränkisches Schäuferle á la Patrizia (für 3-4 Personen)


~1,5 kg Schäufele (Schulter vom Schwein mit Schwarte und Kochen, ungeräuchert)
1,5- 2l Gemüsebrühe
3-4 Zwiebeln
3-4 Karotten
1 Lauch
+Salz, Pfeffer, Paprika, Kümmel (gemahlen oder zerrieben)

+ Knödel und Rotkraut oder Knödel und Sauerkraut

Mit eingeschnittener Schwarte,
noch ungebraten!
Wascht das Fleisch und tupft es gut trocken! Dann müsst ihr die Schwarte einschneiden so das 1x1cm große Quadrate entstehen! Das gelingt am Besten mit einem sehr scharfen Messer oder Teppichmesser! Schneidet Tief in die Schwarte und das Fett ein, aber nicht in das Fleisch! Aus den kleinen Quadraten entsteht zum Schluss eine besonders leckere und sehr knusprige Kruste!
Heizt den Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vor, macht reichlich Gemüsebrühe (am einfachsten aus glutenfreier Instantgemüsebrühe), den beim garen im Ofen darf das Schäufele nie trocken liegen! Wascht und schält das Suppengemüse und die Zwiebeln und schneidet es in 15 cm große Stücke und halbiert die Zwiebeln.

So schaut es nach 1 Stunde aus!

Das Schäufele nun mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Paprika würzen und in einen flachen Bräter, Auflaufform oder Fettpfanne,mit der Kruste nach oben legen, und etwa 1 Liter Gemüsebrühe dazugießen. Das nun 1 Stunde bei 180°C auf der untersten Schiene braten lassen, nach dieser Stunde gebt ihr das Gemüse hinzu, und lasst es noch für weitere 2,5-3 Stunden im Ofen garen. Achtet darauf, dass das Schäufele nie trocken liegt, gießt weitere Gemüsebrühe oder Wasser hinzu!
Darauf achten, dass nicht zu viel Flüssigkeit verdampft, nicht dass Suppengemüse und Soße anbrennen.Also bei Bedarf Gemüsebrühe oder Wasser nachgießen, aber nur soviel, dass das Suppengrün nicht ganz bedeckt ist. 45 Minuten vor Ende der Bratzeit, könnt ihr eure Beilagen vorbereiten! Ihr könnt folgendermaßen Testen, ob euer Schäufele nach der Bratzeit fertig ist! Nehmt ein dünnes, elastisches Messer und fahrt ein kleines Stück zwischen Fleisch und Knochen entlang, es sollte leicht gehen. Beim Tranchieren muss einem dann das saftige Fleisch geradezu vom Knochen fallen.

Nach 3 Stunden, vor dem Grillen!
Nun könnt ihr das Gemüse aus der Soße nehmen und warmstellen, die Soßse gießt ihr durch ein Sieb in einen Topf. Ihr könnt das Gemüse, entweder als Beilage essen, oder ihr püriert es fein in der Soße. Patrizia isst es als Beilage und es hat mir so klasse geschmeckt! Kocht die Soße noch einmal auf und schmeckt sie mit Salz, Pfeffer, Paprika ab, ist sie zu kräftig verdünnt sie!



Schäufele vor dem Grillen...
... und nach dem Grillen!
Das Schäufele gebt ihr wieder in die Bratenpfanne und gebt es zurück in den Ofen, bei dem ihr nun den Grill eingeschaltet habt, und grillt die Schwarte resch! Sie ist fertig, wenn sie anfängt Bläschen zu werfen! Beobachtet das genau, nicht das euer Schäufele verbrennt!


Das Schäufele längs in Scheiben aufschneiden (das zarteste Stück ist an der Knochenunterseite). Achtet beim Anrichten darauf, dass die Kruste soßenfrei bleibt, dann ist und bleibt sie resch! Nun alles mit Kartoffelknödeln und Rotkraut genießen!


Hmm... lecker was für ein tolles Sonntagsessen!

Danke nochmal an meine Lieben Nürnberger Gastgeber Patrizia und Jürgen sowie an die nette Zölirunde beim Fischförster!

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