Mittwoch, 27. Februar 2013

Hubert - is(s)t glutenfrei

Darf ich vorstellen: Hubert!




Hubert?
Wer oder was ist Hubert?




Vielleicht kennt ihr ja Fridolin? Fridolin ist ein Haselnuss Schoko Kuchen. Und Fridolin hat für mich mehrere Probleme:

  1. Fridolin ist nicht glutenfrei
  2. Fridolin braucht Haselnüsse und die mag ich nicht
  3. Fridolin wird mit Blockschokolade gebacken und ich mag dunkle Zartbitter Schokolade viel lieber

Und da kommt Hubert ins Spiel. Hubert ist glutenfrei, hat Zartbitterschokolade und Walnüsse.

Folgende Zutaten werden benötigt:

4 Eier
125g Zucker
1TL Vanilleextrakt
150g Butter, zerlassen
75g Zartbitter Schokolade, geschmolzen
40g gem. Walnüsse
90g glutenfreies Universalmehl (ich nehme gerne Hammermühle hell oder Rewe frei von)
2gestr. TL Backpulver






Zubereitet wird er so:


Dann in eine gefettete Form geben und bei 180° (Ober-Unterhitze) ab in den Backofen.
Nach ca. 40 Minuten ist er dann fertig (Nadelprobe)
Um es gleich vorab zu sagen - die abgebildete Form war natürlich für die Teigmenge zu klein, es gab noch vier Muffins. Ihr könnt also z.B. eine ganz normal große Gugelhupfform nehmen.

Jetzt müsst ihr leider erst noch mal geduldig sein und den Hubert ganz auskühlen lassen bevor ihr in stürzt, sonst geht er nicht gut aus der Form und leicht kaputt.
Ich hab quasi Glück am Backtag waren es unter 0°C und ich hab ihn einfach für eine Stunde auf den Balkon gestellt.
Hubert lässt sich hervorragend aufheben und schmeckt ehrlich gesagt am zweiten und dritten Tag fast besser als frisch.

Sieht doch ganz lecker aus, oder?


Sonntag, 24. Februar 2013

glutenfreie Kürbisravioli mit Salbeibutter und gerösteten Pinienkernen

Na? Habt ihr euch mittlerweile schon eine Nudelmaschine zugelegt?
Wir finden jedenfalls immer mehr Verwendungsmöglichkeiten für die Maschine.
Diese Woche haben wir z.B. noch einen kleinen Hokkaido Kürbis gefunden und haben uns dazu entschieden mal Kürbisravioli zu machen.









Dieses Rezept ergibt ca. 40-50 Ravioli (je nach Größe). Als Hauptgericht reicht das für 3 Erwachsene würde ich sagen.

Zuerst müsst ihr die Füllung zubereiten.
Hierfür benötigt ihr:


  • 400g Hokkaidokürbis (geputzt und geraspelt oder gewürfelt)
  • 1 kleine Zwiebel (klein gehackt)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • 1 Eigelb
  • 50g fein geriebener Parmesan


Zwiebel in Öl anschwitzen und Kürbis dazu geben und mit einer großen Prise Salz würzen.
Bei kleiner Hitze ohne Deckel ca. 20 Minuten zu einem Mus kochen und anschließend durch ein Sieb streichen.

Anschließend das Eigelb und den Parmesan untermischen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Den Nudelteig im Prinzip zubereiten wie hier erklärt. Das ist nur für unsere Bedürfnisse jetzt etwas viel.

Ich habe folgende Menge Teig gemacht:


  • 2 Eier
  • 180g Schär Mehl
  • 20g Tapiokastärke
  • 1TL Psylium (Fiber Husk/Flohsamenschale)
  • 2EL Olivenöl
  • 2EL Wasser

Alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten und in Folie gewickelt ca. 30 Minuten ruhen lassen.
Dann den Teig dünn ausrollen oder durch die Nudelmaschine lassen. Meine Nudelmaschine hat die Stufen 1-8, ich bin bis Stufe 4 gegangen.

Jetzt die Kürbismasse in einen Spritzbeutel füllen und mit abstand kleine Kleckse auf eine Teigbahn geben, dann eine zweite Teigbahn drüber legen und mit z.B. einem Sektglas ausstechen.
Dann mit einer kleinen Gabel die Ränder festdrücken.




Jetzt in einem großen Topf Wasser mit ordentlich Salz zum kochen bringen und die Ravioli ca. 6 Minuten kochen lassen  (das Wasser sollte nicht sprudeln).

Währenddessen eine Hand voll Kürbiskerne anrösten und beiseite stellen.
Jetzt ein Stück Butter (etwa 50g) in eine Pfanne geben und eine Hand voll Salbeiblätter dazu geben (etwa  5-10 Blätter), das ganze in der heißen Pfanne rühren bis die Butter sich aufgelöst hat.

Nachdem die Ravioli fertig gekocht sind die Ravioli mit der Schaumkelle aus dem Wasser nehmen und in die Pfanne mit der geschmolzenen Salbeibutter geben.
Jetzt einfach einmal durch schwenken und dann Anrichten.

Auf dem Teller kann man dann noch toll frischen Pfeffer, Parmesan und die gerösteten Pinienkerne drüber geben.

Ich sag euch - das ist soooooo lecker!




Freitag, 22. Februar 2013

glutenfreie Frühlingsrollen etwas anders gefüllt...

Frühlingsrollen sind relativ leicht glutenfrei herzustellen, alles, was ihr dazu braucht, ist Reispapier, das bekommt ihr inzwischen schon in vielen gut sortierten Supermärkten ansonsten im Asialaden.

Eine frisch gebratenen selbst gemachte Frühlingsrolle! yummi!

Wie genau ihr eure Frühlingsrollen füllen wollt, bleibt euch überlassen, ob ihr nun Sprossen, Hackfleisch, Kohl, Lauch, Karotten, Glasnudeln oder was auch immer hinein füllt, bleibt eurer Fantasie überlassen oder googelt es einfach schnell, wie andere sie füllen!

Ihr könnt also sowohl typisch asiatisch füllen, mit süßer, salzigen Sojasoße oder Chilisoße würzen aber auch es mal typisch deutsch mit Sauerkraut, Leberwurst oder Blutwurst füllen oder süß z.B.: mit Banane und Schokoladencreme, Reispapierblätter sind vielseitig einsetzbar und sind ausgebraten schön knusprig!

Ich habe dieses mal eine unkonventionelle Füllung gewählt, da ich eigentlich Krautwickel machen wollte, mein Kraut aber nicht locker genug war.

Ich erkläre euch anhand meines Rezepts, wie das mit dem Reispapier füllen funktioniert. Aber wie ihr es füllt, bleibt eurem Geschmack überlassen.  Auch vegetarisch gefüllt schmecken sie klasse, also ran ans Reispapier...



Frühlingsrollen (8 Stk)

250 g Hackfleisch
350 g Spitzkohl
1 große Gemüsezwiebel
1 El Öl
3 El Tomatenmark
1-2 Tl Senf (mittelscharf)
+Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer
 
16 Reispapierplatten
4-6 El Öl (Raps, Sonnenblume...)

Zuerst bereitet ihr eure Füllung zu.
Für mein Rezept geht das wie folgt: Zuerst schält ihr die Zwiebel und schneidet sie in Würfel. Entfernt die äußeren Blätter des Spitzkohls und schneidet den Kohl in etwa 1cm große Streifen und wascht ihn. Nun bratet ihr die Zwiebeln zusammen mit dem Hackfleisch in ein wenig Öl an. Ist das Hackfleisch durchgebraten, gebt den Kohl dazu und bratet ihn kurz an. Das Tomatenmark, den Senf und die Gewürze zugeben und alles miteinander vermischen, noch einmal abschmecken und schon geht es ans Füllen.

Legt euch auf die Arbeitsfläche entweder ein angefeuchtetes Handtuch oder ein angefeuchtetes Brett. Weicht immer, 2 Reispapierplatten einzeln, nach Packungsanleitung ein. (Meist ist es in lauwarmes Wasser legen und 5 sek. einweichen lassen). Dann legt sie übereinander auf die angefeuchtete Stelle und nun geht es ans Füllen.





Gebt etwa 2 El der Füllung, etwa in die unterer Mitte, der Reisplatte und klappt die Rundung, die zu euch zeigt über die Füllung.






Nun klappt ihr erst die rechte und die linke Seite auf die Füllung so das ein Rechteck entsteht.






Als Letztes rollt ihr die Rolle von unten nach oben auf, legt die Rolle dann auf einen Teller. Wichtig, lasst immer platzt zwischen den einzelnen Rollen, sonst kleben sie zusammen.


Eure Frühlingsrollen sollten nun so aussehen:




Ihr bratet sie nun mit 2-3 El Öl, in einer heißen Pfanne, von allen Seiten an, bis sie rundherum knusprig geworden sind.

Achtet auch hier darauf das sie nicht aneinander kommen, sonst kleben sie aneinander fest!

Wendet sie am besten mit zwei Holzpfannenwendern!

Sie sehen beim Braten so aus:

Esst eure Frühlingsrollen frisch und heiß, solange sie noch knusprig sind.

Zu meinen Krautgefüllten hat es keine Soße gebraucht, aber zu typisch asiatisch gefüllten liebe ich süß-scharfe-Soße z.B.: von Liam Yang!

Nun lasst euch eure Frühlingsrollen schmecken!





 Andere Möglichkeit die ich noch kürzlich ausprobiert habe:

1/2 Spitzkohl (Rest vom ersten Mal)
300 g Rinderhackfleisch
1 Paprika
100 g Schitakepilze
1 kleine Lauchstange
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 Chilischote
1/2 Tl Sezchuan Pfeffer
1 Tl China 5 Düfte Gewürz (oder ein Asiagewürz eurer Wahl)
1 Tl scharfer Senf
1 Msp Paprika und Cayennepfeffer
3 El Tomatenmark
6 El Sojasoße
6 El Sherry
1/2 El Öl zum Anbraten der Füllung

Mittwoch, 20. Februar 2013

glutenfreies Dulche de Leche

Vorne ist mein Dulche de leche und dahinter eine Cacao Variation!

Dulche de leche, übersetzt heißt es Süßes aus Milch oder auch Milchkonfitüre und ist ein sehr leckerer Brotaufstrich, der aus Lateinamerika stammt. Die Hauptzutaten sind Milch, Sahne, Butter und Gewürze!

Dulche de leche wird so sahnig cremig da man die Zutaten köchelnd so lange reduziert bis 2/3 der Flüssigkeit sich reduziert haben!





Und da ein Rezept immer nur eine Inspiration für den Koch ist, habe ich das Rezept noch einmal abgewandelt, also wenn ihr eine der Zutaten nicht mögt, tauscht sie doch aus, nehmt z.B.: Laktosefreie Milch und Sahne, oder ersetzt die Milch durch Kokosmilch, tauscht die Gewürze, ergänzt mit Haselnussstückchen... . Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Versucht es doch einfach mal selbst, hier ein Originalrezept und eine Variation!



Dulche de leche

300 ml Milch
200 ml Sahne
50 g Butter
100 g Zucker (65 g nehme ich, aber 100 g laut Rezept)
1 Vanilleschote
1/2 Tl Zimt
1 Msp. Kardamom

Das funktioniert auch mit Laktosefreien Produkten, Kokosmilch, Sojamilch& Sojasahne...
Ihr könnt es auch ohne Zucker kochen, dann müsst ihr es wesentlich länger kochen lassen und eventuell etwas abbinden mit Stärke.
Alle Zutaten auf einen Blick!

Oder ihr probiert mal:

Dulche de leche mit Kakao

300 ml Milch
100 ml Sahne
100 ml Kokosmilch
50 g Butter (Kokosfett)
70 g Zucker
1 Vanilleschote
1/2 Tl Zimt
1 Msp. Kardamom
1 Priese Chilipulver


Die Zubereitung von Dulche de leche und Dulce de leche cacao ist am Anfang absolut gleich und es ist sehr leicht herzustellen, braucht nur ein wenig Zeit.

Vor dem Köchel
Ihr gebt also in einen angefeuchteten Topf: Milch, Sahne, Butter, Zucker, das herausgekratzte Mark der Vanilleschote, die Vanilleschote, Zimt und Kardamom (oder welche Gewürze ihr mögt). Verrührt alles und kocht ihr einmal auf, bleibt am Herd, es kann schnell überkochen. Dann unter gelegentlichem Rühren lasst ihr nun alles auf geringer Hitze köcheln, bis sich die Flüssigkeit auf 2/3 reduziert hat und cremig geworden ist, das dauert etwa 60-90 Minuten.
Das merkt ihr an folgenden Zeichen:
Es sieht beim Kochen mehr wie ein brodelnder Vulkan aus, und wenn ihr einen kleinen Teelöffel auf einen kalten Teller gebt, dann fließt es zähflüssig.
Und nach 1h köcheln

Habt ihr dieses Stadium erreicht, könnt ihr noch einmal Probieren und überlegen, ob etwas fehlt, wenn ihr der Meinung seit irgendein Gewürz fehlt, dann fügt es jetzt hinzu, noch einmal kurz aufkochen und fertig ist eure Dulche de leche.

Möchtet ihr eine Variante machen so wie das Dulche de leche cacao, dann fügt nun noch den Backkakao (Bitterkakao) und eine Msp Chilipulver hinzu und verrührt es gründlich, kocht die ganze Masse noch einmal auf.

... Mit Kakao und Chili
Nun könnt ihr euer Dulche de leche (cacao) z.b. in ein sauber ausgespültes und heiß abgebrühtes Glas geben und luftdicht verschließen (5min auf den Deckel stellen und dann wieder umdrehen) oder ihr gebt es in eine Schüssel und macht euch beim nächsten Frühstück darüber her.
Es hält sich etwa 1-2 Monate im Kühlschrank!


Ihr könnt es auch direkt vom Löffel genießen ;-)




Ihr könnt das Dulche de leche auch als Süße für Kakao, als Dessertsoße... benutzen, also probiert es doch einmal aus. Bastelt euren eigenen Lieblings Brotaufstrich...

Dienstag, 12. Februar 2013

no knead Sauerteigbrot ohne Hefe, glutenfrei

In der heißen Jenaer Glasform gebacken



So ihr lieben,
für das folgende Brotrezept muss man etwas planen und braucht mehr Zeit, aber ich finde es lohnt sich.
Es ist eigentlich wie das berühmte no-knead Bread, wird aber mit Sauerteig und komplett ohne Hefe gebacken und einen Bräter benötigt man auch nicht unbedingt. Ich zeige euch drei Varianten in denen ich das Brot bereits gebacken habe.

Wie man einen glutenfreien Sauerteig herstellt hat Svenja euch ja hier erklärt.
Ich habe meinen allerdings nur mit Vollkornreismehl, ohne Trockensauerteig und ohne Hefe angesetzt. Das dauert zwar länger, ist aber dann ohne Hefe ;)

Da der Teig insgesamt mindestens 15 Stunden gehen muss, müsst ihr euch rechtzeitig überlegen wenn ihr das Brot nach backen wollt.

Für ein kleines glutenfreies no knead Sauerteigbrot habe ich folgende Zutaten verwendet:

ca. 250g gf Mehl nach Geschmack (am besten selbst mischen und einige Vollkornmehle verwenden)
50g aktivierter Sauerteig (bei mir Reissauerteig)
1TL Fiber Husk (Psyllium Husk, gemahlene Flohsamen)
ca. 180ml -250ml Mineralwasser mit Kohlensäure (je nach Mehlzusammensetzung, daher langsam dazugeben)
1TL Salz
1TL Zucker
und Zeit

Die Idee für das Brot hatte ich im übrigen von hier geklaut: Pane senza Impasto - No Knead Bread - con Lievito Madre, da ich aber kein italienisch spreche und google Translate leider viel Müll ausspuckt habe ich dann einfach experimentiert.

Im ersten Schritt vermischt mann alle Zutaten miteinander
Der Teig sieht dann in etwa so aus, er ist ziemlich weich und sehr klebrig - je nach Mehlmischung kann es sein, dass ihr mehr oder weniger Wasser benötigt:

Den Teig deckt ihr dann ab und lasst ihn ca. 12-15 Stunden bei Zimmertemperatur stehen.
Anschließend sollte sich der Schüsselinhalt deutlich vermehrt haben.
Davon habe ich natürlich jetzt vergessen ein Bild zu machen...

Nach den 12 Stunden wird der Teig auf eine leicht bemehlte Unterlage gekippt und etwas flach gedrückt.
Dann faltet man (mit Hilfe eines Teigschabers oder ähnlichem) die Seiten übereinander.


Anschließend wird der Teig von außen etwas bemehlt und mit dem Schuss nach unten (die glatte Fläche also nach oben) in einen eingemehlten Gärkorb oder oder in eine eingeölte Schüssel gegeben.
Hier muss der Teig dann noch drei weitere Stunden gehen.

Wie ihr jetzt weiter verfahrt bleibt quasi euch überlassen. Ich habe das Brot schon in der 250° heißen Jenaer Glasform gebacken, 30 Minuten mit Deckel, dann noch 20 Minuten ohne.
Ein weiteres Mal habe ich den Backofen mitsamt Backblech auf 250° aufgeheizt und dann das Brot einfach auf das heiße Blech gekippt und ein drittes mal habe ich den Teig auf den Deckel meines Tupper Ultra (Backofenform mit Deckel von Tupperware) gesetzt, den Topf als Deckel oben drauf und alles in den kalten Ofen gestellt, den habe ich dann auf 220° Ober-Unterhitze gestellt und als die Temperatur erreicht war den Deckel (in dem Fall den Topf) abgenommen und dann fertig gebacken.

Für größere Brote einfach das Rezept verdoppeln oder verdreifachen.

Viel Spaß beim nach backen :)
Und bevor Ihr mich fragt welche Version ich am Besten fand - das kann ich so nicht sagen. Allein die Mehlzusammenstellung war bei allen Varianten anders.
Was ich sagen kann ist, das die Version im Tupper Ultra am wenigsten aufgegangen ist, da die Kruste aber eigentlich am schönsten war.
Ich werde demnächst nochmal ein Brot nach der Methode auf dem Pizzastein backen und mal gucken wie das wird.

In der heißen Jenaer Glasform gebacken

Ohne Form auf dem heißen Backblech gebacken

Im Tupper Ultra in den kalten Backofen gestellt
und vor dem Backen noch mit Buchweizenflocken bestreut
und schräg eingeschnitten

Sonntag, 10. Februar 2013

glutenfreie Berliner (glutenfreier Krapfen, Kreppel)

Passend zum Faschingssonntag habe ich ein schönes saisontypisches Rezept für euch und da ich leider immer noch mit einer fließen Grippe danieder liege kann ich es sich nicht selbst backen, aber meine Zölifreundin Kathi hat sich der Aufgabe gewidmet und hier zu Verfügung gestellt! 

Vielen lieben Danke Kathi, das Rezept ist toll und Liebe Grüße aus dem Bett an euch alle, Svenja.

So ab hier hat Kathi nun das Wort:


Während der 5. Jahreszeit gibt es traditionell bei uns zu Hause Kreppel (Faschingsbretzeln/Krapfen/Berliner/Pfannkuchen) oder wie auch immer bei Euch das süße Gebäck genannt wird.Für alle die, die mit den Namen nichts anfangen können, es ist ein Schmalzgebäck, dass mit Marmelade gefüllt und in Zucker oder Puderzucker gewälzt wird oder mit rumhaltigen Zuckerguss überzogen wird. Ihr könntet auch wenn ihr euch einen Scherz erlauben wollt einen mit Senf oder Mehrrettich füllen... .
So richtig habe ich mich noch nie an Kreppel herangewagt – doch dieses Jahr hatte ich so großen Hunger auf Kreppel, dass ich es einfach testen musste. Das Ergebnis ist atemberaubend und sehr lecker. Meine Familie hat es mit lobenden Worten bestätigt! Ich habe mich von Su Zi's Rezept aus der facebook Gruppe Zöliakie Austausch inspirieren lassen und es nach meinem Geschmack verändert! 


Versucht euch doch auch mal Kreppel:


Kreppel, Faschingskrapfen, Berliner...


250 g glutenfreies Mehl (z.B.: Kuchen&Kekse Mix von Schär)
1 Ei
125 ml warme Milch
4 EL Zucker
1 Prise Salz
½ Hefewürfel
1 Pck Backpulver
40 g Butter
 
Außerdem:
Pflanzenfett (200-400 g, kommt auf den Topf an)
Kartoffelstärke zu bemehlen der Arbeitsfläche
Zucker (ca. 200g)
etwas Zimt
Teig
(Spritzbeutel mit Spitzertülle und  Marmelade)

  • Das Mehl mit dem Zucker, dem Backpulver und dem Salz mischen und in eine Schüssel geben. Mit einem Esslöffel ein Loch in die Mitte „graben“.  Das Ei in diese Vertiefung aufschlagen. Die Butter in schmale Streifen schneiden und nahe dem Rand der Schüssel auf das Mehl geben. 


Teig vor dem Gehen!
  • Anschließend die Hefe in der warmen (keinesfalls kochenden) Milch auflösen und in die Vertiefung geben. Mit den Knethaken des Handrührgerätes den Teig zu einer homogenen Masse verarbeiten (ca. 3 Minuten).  Die Schüssel mit einem Tuch oder Deckel abdecken und zusammen mit einem feuchten, heißem Tuch in eine Plastiktüte vor die Heizung stellen.

    Und so sieht er nach dem Gehen aus!
  • Nach ca. 15 Minuten sollte der Teig sich aufgewölbt haben, nun kann er gleich weiterverwendet werden. Bemehlt mit Kartoffelstärke eine Arbeitsfläche und gebt nun den Teig auf der mit Stärke darauf und rollt ihn auf der bemehlten Fläche aus. Mithilfe eines Glases habe ich gleichmäßig große Teigstücker ausgestochen und sie zu kleinen Kugeln geformt. Natürlich kann man auch einfach per Augenmaß gleich große Kugeln aus dem Teig formen.
Möglichst gleichgroße Teigstücke machen,
je größer das Teigstück, desto größer der Kreppel!

  • Die Teigkugeln habe ich auf Teller verteilt: Vorsicht, großzügig Abstand halten, denn die Dinger gehen auf! In der Gärstufe im Backofen habe ich sie dann noch weitere 30 Minuten gehen lassen, sodass sich die Größe der Kugeln verdoppelt hatte. Gleichzeitig habe ich in einem hohen Topf  Pflanzenfett erhitzt. Ich habe eine ganze Stange und noch etwas Palmin genommen. Das Fett muss richtig heiß werden und etwa so hoch im Topf sein, dass die Kreppel gut darin schwimmen können. Ob das Fett heiß genug ist, weiß man, wenn man einen Holzlöffel ins Fett hält und sich Bläschen bilden.

  • Dann heißt es ab mit dem Teig in das Fett! Und los geht’s, gebt eure Kreppel am Besten mit einem Schaumlöffel in das heiße Fett. Die Kreppelchen müssen so lange im Fett braten, bis sie eine schöne dunkle Farbe erreicht haben. Bei der Größe, die ich gemacht habe ca. 3-4 Minuten. Am Besten ihr macht den Ersten einfach auf und schaut, ob er durch ist.

    WICHTIG:

    -
    Vorsicht, falls ihr den Teig vorher nass gemacht habt, denn heißes Fett und Wasser verträgt sich nicht!

    -Gebt nie mehr als 3 Kreppel ins Fett, denn wenn sich das fett zu sehr abkühlt, brät es nicht schön und der Kreppel wird zu fettig.

    -Achtet darauf das das Fett nicht zu heiß wird!  

hmmm. lecker...
  • Wenn die Kreppel aus dem Fett kommen, direkt in Zucker wenden. Ich habe noch einen Schuss Zimt in den Zucker getan, damit es etwas schöner aussieht. Am besten ihr macht etwas Zucker in eine hohe Schüssel und wendet sie in dem ihr sie schüttelt.

    (Wenn ihr gefüllte Kreppel wollt, nehmt einen Spritzbeutel mit einer spitzen Tülle, füllt relativ dünnflüssige Marmelade hinein, stupst mit der Tülle ein Loch in die Kreppel und spritzt etwas Marmelade in hinein.)

Und meine Kreppel sind wirklich knusprig und lecker geworden! Wie gesagt: Meine nicht glutenfrei essende Familie hat kaum einen Unterschied zu den glutenhaltigen Kreppeln schmecken können.

Fazit: Es ist zwar etwas Arbeit und leicht nervig den klebrigen Teig zu formen, doch das Resultat lohnt sich!
Viel Spaß beim Ausprobieren und viele Grüße von Kathi

Mittwoch, 6. Februar 2013

glutenfreier Zitronen Joghurt Kuchen mit Brombeersoße

Ihr denkt jetzt bestimmt alle "Die isst wohl nur Kuchen", aber das ist nicht so.
Ich backe zwar fast jedes Wochenende einen Kuchen, aber bestimmt nicht jeden Tag. Den Kuchen hier hab ich z.B. letzten Herbst zu letzt gebacken, hatte aber Bilder gemacht weil ich fand, dass das doch sehr schön aussieht.

Das Rezept ist angelehnt an den lime yogurt cake with blackberry sauce von Smittenkitchen.
Da ich selten Bio Limetten zuhause habe, habe ich ihn bis jetzt immer Bio Zitronen benutzt.
Der Kuchen ist super fluffig und weich.
Nicht wundern, da das Originalrezept amerikanisch war habe ich auch hier keine Gewichte angegeben. Das Rezept wird mit Tassen abgemessen (ich habe eine handelsübliche Kaffeetasse verwendet).



Folgende Zutaten werden für den Kuchen benötigt:

1 Tasse (ca. 250g) griechischer/türkischer Joghurt (10% Fett)
1/3 Tasse Öl
1 Tasse Zucker
Schale einer Bio Zitrone
1/4 Tasse Zitronensaft
3 Eier
1 2/3 Tassen gf Mehl (ich habe Schär Mehl genommen)
1 1/2 Teelöffel Backpulver
1/2 Teelöffel Natron
1 Prise Salz

Und das braucht ihr für die Soße:


350g Brombeeren (gefroren)
1/4 Tasse Wasser
3 Teelöffel Zucker
1 Teelöffel Zitronensaft

Zuerst könnt ihr den Backofen auf 170°C (Ober-Unterhitze) vorheizen und den Boden einer Springform mit Papier auslegen und den Rand einfetten.
Dann in einer großen Schüssel Joghurt, Zucker, Öl, Zitronenschale und Zitronensaft verrühren und die Eier einzeln - nach und nach unterrühren. Anschließend das Mehl mit den Backtriebmitteln und Salz in die Schüssel sieben und unterrühren.
Jetzt den Teig in die Springform füllen und ca 35-40 Minuten backen (Mit Holzspieß testen).

Für die Soße die Brombeeren, Zucker, Saft und Wasser in einem Mixer zu einem Mousse verarbeiten und durch ein feines Sieb streichen - die so entstandene Soße kalt stellen bis sie benötigt wird.


Sonntag, 3. Februar 2013

glutenfreier Apfelstrudel

Hallo Ihr lieben,
es gibt heute noch was von mir (Miriam) und zwar glutenfreien Apfelstrudel.



Ihr könnt euch doch bestimmt alle noch an den Nudelteig erinnern, den Svenja im November gepostet hat.
Jedenfalls hab ich den damals mit ihr zusammen gemacht. Das war das erste Mal, dass ich gf Nudeln gemacht habe. Ich war danach so begeistert, dass mir mein Freund zum Geburtstag den Nudelaufsatz für meine KitchenAid geschenkt hat.
Als wir dann das erste Mal bei uns Nudeln gemacht haben ist ihm aufgefallen, dass der Teig ja eigentlich gar nicht wirklich anders ist als der Strudelteig seiner Oma.
So wurde dann die Idee geboren mal zu versuchen gf Apfelstrudel zu machen.

Folgende Zutaten werden für den Strudelteig benötigt (ergibt 2 kleine Studel - à ca. 20cm Länge):
  • 80g Schär Mehl
  • 20g Tapioka Stärke
  • 1 Ei
  • 2EL neutrales Öl (in diesem Fall Raps)
  • 2EL Wasser
  • 4g Fiber Husk/gemahlene Flohsamenschalen (etwa ein TL)
  • 1 Prise Salz
Super - jetzt merke ich erst, dass ich Salz, Fiber Husk
 und Wasser nicht mit fotografiert habe... 
Aus den Zutaten einen geschmeidigen Teig zubereiten.
Am Anfang sieht er so aus als würde das nie was werden und man meint da noch Flüssigkeit zugeben zu müssen - macht das mal lieber nicht - das wird schon. Nach ein paar Minuten rühren (ich benutze den Flachrührer bei der KitchenAid, geht aber auch per Hand) bildet sich ein Ball und die Schüssel ist quasi wieder sauber.
Ich knete den Teig dann mit der Hand noch mal kurz durch und packe ihn dann in Folie.
So kann er dann 30 Minuten bis 1 Stunde ruhen. In der Zeit kann man ja z.B. seine Füllung zubereiten.



Nachdem der Teig geruht hat, teile ich ihn in vier etwa gleich große Stücke auf (bei mir jeweils ca. 45g), knete diese noch einmal gut durch und drücke sie mit der Hand so flach wie möglich.

Dann lasse ich den Teig durch die Nudelmaschine. Der Teig lässt sich allerdings so gut verarbeiten, dass ich mir vorstellen kann, das er sich auch mit dem Nudelholz gut ausrollen lässt - ist natürlich viel Arbeit und sicher anstengend.

Meine Nudelmaschine hat die Stufen 1-8 wobei 1 die dickste und 8 die dünnste Stufe ist.
ich gehe runter bis auf Stufe 6. Man sollte, wenn man die Teigbahnen auf ein Geschirrtuch legt, das Muster des Geschirrtuchs durch die Teigbahnen sehen können.
Wenn ich bei Stufe 6 angekommen bin lege ich immer zwei Bahnen leicht überlappend aufeinander und drücke die Überlappung fest (macht das ganze bitte auf einem sauberen Geschirrhandtuch).
Dann wird die ganze Fläche mit flüssiger Butter bestrichen und auf etwa der Hälfte zerbröselte Kekse (z.B. Schär Butterkekse), Löffelbisquits (z.B. Schär Savioardi) oder ähnliches verteilt. Das soll dafür sorgen, dass die Füllung den Teig nicht aufweicht.

Jetzt kann auf den zerbröselten Keksen die eigentliche Füllung verteilt werden.
Bei mir z.B. eine Mischung aus klein geschnittenen Äpfel, Mandelblättchen, Zimt, Zucker und in Rum eingelegten Cranberrys. Aber die Füllung bleibt ja jedem selbstüberlassen. Man kann z.B. auch Quarkstrudel, Mohnstrudel oder Birnenstrudel machen.

Dann werden auf der langen Seite jeweils die Ränder über die Füllung geklappt und dann von der kurzen Seite her aufgerollt.
Ich hoffe das ganze ist auf den folgenden Bildern gut zu erkennen.

Wenn dann die Strudel aufgerollt sind kommen sie in eine eingefettete Backform oder auf ein gefettetes Blech und werden auch von außen noch mal mit flüssiger Butter eingepinselt.

Jetzt können die Strudel bei 180°C Ober/Unterhitze für 35 Minuten in den Backofen.
Vor dem Servieren werden die Strudel dann noch mit Puderzucker bestäubt.
besonders lecker ist es wenn man dazu noch eine Kugel Vanilleeis isst.


Guten Appetit und viel Spaß beim Nachmachen!

Miriam und der Schoko-Kirsch-Kuchen

Hallo zusammen,
wie ihr ja bereits von Svenja erfahren habt bin ich die neue hier.
Mein Name ist Miriam, ich bin im Moment 33 Jahre alt und habe die Diagnose Zöliakie seit 2007.
Wie für die meisten war das auch für mich ein ziemlicher Schlag ins Gesicht - aber "What doesn't kill you makes you stronger" um es mit Kelly Clarkson zu sagen :)
Jedenfalls hatte ich solange ich denken kann Bauchschmerzen, die sind jetzt glücklicherweise weg, ebenso wie andere unangenehme Nebeneffekte.

Die Diagnose hatte aber auch einige Vorteile, so esse ich jetzt z.B. viele Dinge von denen ich vorher nicht mal wusste dass es sie gibt, bzw. bei denen ich vorher nie auf die Idee gekommen wäre sie zu kaufen.

Aber erst mal genug dazu - wenn jemand noch Fragen zu mir hat (und die nicht zu persönlich sind) kann er sie gerne in den Kommentaren hinterlassen oder über das Kontaktformular an Svenja schicken, ich melde mich dann ganz bestimmt.


Jetzt zum glutenfreien Schoko-Kirsch-Kuchen.
Ich glaube das war der erste bewusst gf Kuchen den ich je gebacken habe und so oder so ähnlich sollte das dann aussehen.



Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht genau wo das Rezept ursprünglich her kommt, aber kurz nach der Diagnose kam mein Freund damit nach Hause. Sein Arbeitskollege hatte ihm das Rezept gegeben und der hatte es wiederum von seiner Vermieterin.
Man braucht keine speziellen teuren gf Zutaten und alles was dran kommt habe ich zumindest sowieso meistens im Haus.


Man benötigt:
  • 140 g Butter (weich)
  • 140 g (Vollrohr-)Zucker
  • 4 Eigelb
  • 4 Eiweiß, steif geschlagen
  • 150 g Mandeln, gemahlen
  • 80 g Schokolade, edelbitter (70% Kakao oder mehr), geschmolzen 
  • 1 Glas Schattenmorellen

Für die Zubereitung geht man dann wie folgt vor:


  • Backofen auf ca. 175° (Ober-Unterhitze) vorheizen und Springformboden (ø26) mit Backpapier auslegen und die Ränder einfetten
  • Kirschen in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen
  • Die weiche Butter und Zucker schaumig rühren und dann die Eigelbe nach und nach dazu geben
  • Schokolade im Wasserbad oder vorsichtig in der Mikrowelle schmelzen
  • Die geschmolzene Schokolade vorsichtig und langsam zur Eigelb, Butter, Zucker Masse zugeben und unterrühren
  • Die gemahlenen Mandeln dazu geben und zu einer homogenen Masse verrühren
  • jetzt die steif geschlagenen Eiweiß unterheben
  • die gesammte Masse in die Springform geben
  • Jetzt die Kirschen über die gesammte Fläche verteilen, das muss weder ordentlich noch besonders schön gemacht werden, die Kirschen sinken während des Backens in den Teig ein.
  • Form in den vorgeheizten Backofen schieben und 50-60 Minuten backen (Nadelprobe)

Der Kuchen sollte dabei nicht bis er ganz trocken ist durchgebacken sein


Ich wünsche euch gutes Gelingen und guten Appetit, bei uns ist dieser Kuchen jedenfalls immer mal wieder auf dem Kaffeetisch. Ich hoffe euch schmeckt er auch so gut wie uns.

Ich habe etwas verstärkung bekommen von Miriam

Ich habe eine Freundin, die auch Zöliakie hat und ebenfalls super bäckt, von ihr stammt diesen tolle Brot: Mirams glutenfreies Mischbrot.

Da sie immer so tolle Rezepte hat und ich nicht immer bei ihr Abschreiben will, habe ich sie als Gastbloggerin zu mir eingeladen! Freut euch also auf viele Leckere Rezepte von Miriam!

Gleich kommt Miriams Erster Beitrag ein toller Schoko-Kirsch- Kuchen!

Ich freue mich, das ich Unterstützung durch Miriam hab! Schön das du mitmachst!
Auf gutes zusammen Bloggen, Svenja!