Sonntag, 10. Februar 2013

glutenfreie Berliner (glutenfreier Krapfen, Kreppel)

Passend zum Faschingssonntag habe ich ein schönes saisontypisches Rezept für euch und da ich leider immer noch mit einer fließen Grippe danieder liege kann ich es sich nicht selbst backen, aber meine Zölifreundin Kathi hat sich der Aufgabe gewidmet und hier zu Verfügung gestellt! 

Vielen lieben Danke Kathi, das Rezept ist toll und Liebe Grüße aus dem Bett an euch alle, Svenja.

So ab hier hat Kathi nun das Wort:


Während der 5. Jahreszeit gibt es traditionell bei uns zu Hause Kreppel (Faschingsbretzeln/Krapfen/Berliner/Pfannkuchen) oder wie auch immer bei Euch das süße Gebäck genannt wird.Für alle die, die mit den Namen nichts anfangen können, es ist ein Schmalzgebäck, dass mit Marmelade gefüllt und in Zucker oder Puderzucker gewälzt wird oder mit rumhaltigen Zuckerguss überzogen wird. Ihr könntet auch wenn ihr euch einen Scherz erlauben wollt einen mit Senf oder Mehrrettich füllen... .
So richtig habe ich mich noch nie an Kreppel herangewagt – doch dieses Jahr hatte ich so großen Hunger auf Kreppel, dass ich es einfach testen musste. Das Ergebnis ist atemberaubend und sehr lecker. Meine Familie hat es mit lobenden Worten bestätigt! Ich habe mich von Su Zi's Rezept aus der facebook Gruppe Zöliakie Austausch inspirieren lassen und es nach meinem Geschmack verändert! 


Versucht euch doch auch mal Kreppel:


Kreppel, Faschingskrapfen, Berliner...


250 g glutenfreies Mehl (z.B.: Kuchen&Kekse Mix von Schär)
1 Ei
125 ml warme Milch
4 EL Zucker
1 Prise Salz
½ Hefewürfel
1 Pck Backpulver
40 g Butter
 
Außerdem:
Pflanzenfett (200-400 g, kommt auf den Topf an)
Kartoffelstärke zu bemehlen der Arbeitsfläche
Zucker (ca. 200g)
etwas Zimt
Teig
(Spritzbeutel mit Spitzertülle und  Marmelade)

  • Das Mehl mit dem Zucker, dem Backpulver und dem Salz mischen und in eine Schüssel geben. Mit einem Esslöffel ein Loch in die Mitte „graben“.  Das Ei in diese Vertiefung aufschlagen. Die Butter in schmale Streifen schneiden und nahe dem Rand der Schüssel auf das Mehl geben. 


Teig vor dem Gehen!
  • Anschließend die Hefe in der warmen (keinesfalls kochenden) Milch auflösen und in die Vertiefung geben. Mit den Knethaken des Handrührgerätes den Teig zu einer homogenen Masse verarbeiten (ca. 3 Minuten).  Die Schüssel mit einem Tuch oder Deckel abdecken und zusammen mit einem feuchten, heißem Tuch in eine Plastiktüte vor die Heizung stellen.

    Und so sieht er nach dem Gehen aus!
  • Nach ca. 15 Minuten sollte der Teig sich aufgewölbt haben, nun kann er gleich weiterverwendet werden. Bemehlt mit Kartoffelstärke eine Arbeitsfläche und gebt nun den Teig auf der mit Stärke darauf und rollt ihn auf der bemehlten Fläche aus. Mithilfe eines Glases habe ich gleichmäßig große Teigstücker ausgestochen und sie zu kleinen Kugeln geformt. Natürlich kann man auch einfach per Augenmaß gleich große Kugeln aus dem Teig formen.
Möglichst gleichgroße Teigstücke machen,
je größer das Teigstück, desto größer der Kreppel!

  • Die Teigkugeln habe ich auf Teller verteilt: Vorsicht, großzügig Abstand halten, denn die Dinger gehen auf! In der Gärstufe im Backofen habe ich sie dann noch weitere 30 Minuten gehen lassen, sodass sich die Größe der Kugeln verdoppelt hatte. Gleichzeitig habe ich in einem hohen Topf  Pflanzenfett erhitzt. Ich habe eine ganze Stange und noch etwas Palmin genommen. Das Fett muss richtig heiß werden und etwa so hoch im Topf sein, dass die Kreppel gut darin schwimmen können. Ob das Fett heiß genug ist, weiß man, wenn man einen Holzlöffel ins Fett hält und sich Bläschen bilden.

  • Dann heißt es ab mit dem Teig in das Fett! Und los geht’s, gebt eure Kreppel am Besten mit einem Schaumlöffel in das heiße Fett. Die Kreppelchen müssen so lange im Fett braten, bis sie eine schöne dunkle Farbe erreicht haben. Bei der Größe, die ich gemacht habe ca. 3-4 Minuten. Am Besten ihr macht den Ersten einfach auf und schaut, ob er durch ist.

    WICHTIG:

    -
    Vorsicht, falls ihr den Teig vorher nass gemacht habt, denn heißes Fett und Wasser verträgt sich nicht!

    -Gebt nie mehr als 3 Kreppel ins Fett, denn wenn sich das fett zu sehr abkühlt, brät es nicht schön und der Kreppel wird zu fettig.

    -Achtet darauf das das Fett nicht zu heiß wird!  

hmmm. lecker...
  • Wenn die Kreppel aus dem Fett kommen, direkt in Zucker wenden. Ich habe noch einen Schuss Zimt in den Zucker getan, damit es etwas schöner aussieht. Am besten ihr macht etwas Zucker in eine hohe Schüssel und wendet sie in dem ihr sie schüttelt.

    (Wenn ihr gefüllte Kreppel wollt, nehmt einen Spritzbeutel mit einer spitzen Tülle, füllt relativ dünnflüssige Marmelade hinein, stupst mit der Tülle ein Loch in die Kreppel und spritzt etwas Marmelade in hinein.)

Und meine Kreppel sind wirklich knusprig und lecker geworden! Wie gesagt: Meine nicht glutenfrei essende Familie hat kaum einen Unterschied zu den glutenhaltigen Kreppeln schmecken können.

Fazit: Es ist zwar etwas Arbeit und leicht nervig den klebrigen Teig zu formen, doch das Resultat lohnt sich!
Viel Spaß beim Ausprobieren und viele Grüße von Kathi

Kommentare:

  1. Hallo

    Kann ich zum Fritieren auch Sonnenblumenöl nehmen? Oder geht das nicht?
    Merci

    Liebe Grüsse

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    1. Ich bin zwar weder Kathi noch Svenja, antworte aber trotzdem mal. Sonnenblumenöl hat einen ziemlich hohen Rauchpunkt, da müsste also gut funktionieren.
      Ich verwende meistens Rapsöl

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  2. Wirklich lecker! Ich fand sie waren einfach herzustellen, ein wunderbares Rezept. Vielen Dank. Ich habe auch Rapsöl in meiner Friteuse verwendet.

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  3. Muss mich der Stef anschließen, wirklich total lecker. Habe nur noch etwas mehr Mehl auf der Arbeitsplatte runtergemengt, da mir der Teig noch zu klebrig war. Aber dann ging es super. Waren trotzdem schön locker. Als Fett habe ich von einem Block Fritierfett genommen, da gut hitzebeständig und geschmacksneutral. Auch habe ich keine Kugeln gemacht, sondern flach ausgestochen. Geht genauso.

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