Sonntag, 3. Februar 2013

glutenfreier Apfelstrudel

Hallo Ihr lieben,
es gibt heute noch was von mir (Miriam) und zwar glutenfreien Apfelstrudel.



Ihr könnt euch doch bestimmt alle noch an den Nudelteig erinnern, den Svenja im November gepostet hat.
Jedenfalls hab ich den damals mit ihr zusammen gemacht. Das war das erste Mal, dass ich gf Nudeln gemacht habe. Ich war danach so begeistert, dass mir mein Freund zum Geburtstag den Nudelaufsatz für meine KitchenAid geschenkt hat.
Als wir dann das erste Mal bei uns Nudeln gemacht haben ist ihm aufgefallen, dass der Teig ja eigentlich gar nicht wirklich anders ist als der Strudelteig seiner Oma.
So wurde dann die Idee geboren mal zu versuchen gf Apfelstrudel zu machen.

Folgende Zutaten werden für den Strudelteig benötigt (ergibt 2 kleine Studel - à ca. 20cm Länge):
  • 80g Schär Mehl
  • 20g Tapioka Stärke
  • 1 Ei
  • 2EL neutrales Öl (in diesem Fall Raps)
  • 2EL Wasser
  • 4g Fiber Husk/gemahlene Flohsamenschalen (etwa ein TL)
  • 1 Prise Salz
Super - jetzt merke ich erst, dass ich Salz, Fiber Husk
 und Wasser nicht mit fotografiert habe... 
Aus den Zutaten einen geschmeidigen Teig zubereiten.
Am Anfang sieht er so aus als würde das nie was werden und man meint da noch Flüssigkeit zugeben zu müssen - macht das mal lieber nicht - das wird schon. Nach ein paar Minuten rühren (ich benutze den Flachrührer bei der KitchenAid, geht aber auch per Hand) bildet sich ein Ball und die Schüssel ist quasi wieder sauber.
Ich knete den Teig dann mit der Hand noch mal kurz durch und packe ihn dann in Folie.
So kann er dann 30 Minuten bis 1 Stunde ruhen. In der Zeit kann man ja z.B. seine Füllung zubereiten.



Nachdem der Teig geruht hat, teile ich ihn in vier etwa gleich große Stücke auf (bei mir jeweils ca. 45g), knete diese noch einmal gut durch und drücke sie mit der Hand so flach wie möglich.

Dann lasse ich den Teig durch die Nudelmaschine. Der Teig lässt sich allerdings so gut verarbeiten, dass ich mir vorstellen kann, das er sich auch mit dem Nudelholz gut ausrollen lässt - ist natürlich viel Arbeit und sicher anstengend.

Meine Nudelmaschine hat die Stufen 1-8 wobei 1 die dickste und 8 die dünnste Stufe ist.
ich gehe runter bis auf Stufe 6. Man sollte, wenn man die Teigbahnen auf ein Geschirrtuch legt, das Muster des Geschirrtuchs durch die Teigbahnen sehen können.
Wenn ich bei Stufe 6 angekommen bin lege ich immer zwei Bahnen leicht überlappend aufeinander und drücke die Überlappung fest (macht das ganze bitte auf einem sauberen Geschirrhandtuch).
Dann wird die ganze Fläche mit flüssiger Butter bestrichen und auf etwa der Hälfte zerbröselte Kekse (z.B. Schär Butterkekse), Löffelbisquits (z.B. Schär Savioardi) oder ähnliches verteilt. Das soll dafür sorgen, dass die Füllung den Teig nicht aufweicht.

Jetzt kann auf den zerbröselten Keksen die eigentliche Füllung verteilt werden.
Bei mir z.B. eine Mischung aus klein geschnittenen Äpfel, Mandelblättchen, Zimt, Zucker und in Rum eingelegten Cranberrys. Aber die Füllung bleibt ja jedem selbstüberlassen. Man kann z.B. auch Quarkstrudel, Mohnstrudel oder Birnenstrudel machen.

Dann werden auf der langen Seite jeweils die Ränder über die Füllung geklappt und dann von der kurzen Seite her aufgerollt.
Ich hoffe das ganze ist auf den folgenden Bildern gut zu erkennen.

Wenn dann die Strudel aufgerollt sind kommen sie in eine eingefettete Backform oder auf ein gefettetes Blech und werden auch von außen noch mal mit flüssiger Butter eingepinselt.

Jetzt können die Strudel bei 180°C Ober/Unterhitze für 35 Minuten in den Backofen.
Vor dem Servieren werden die Strudel dann noch mit Puderzucker bestäubt.
besonders lecker ist es wenn man dazu noch eine Kugel Vanilleeis isst.


Guten Appetit und viel Spaß beim Nachmachen!

Kommentare:

  1. was ist den Fiber Fisk?
    An sich ein tolles Rezept, aber in der Füllung dann Kekse oder ähnliches zerkrümmeln, muss ja sein, denn sonst gibt es Matsch, ist halt leider nicht mehr glutenfrei. Habe früher Haferflocken genommen, aber auch das geht bei mir nicht mehr.
    Hat jemand einen anderen Vorschlag??

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    1. Hallo Anonym,
      Fiber Husk sind gemahlene Flohsamenschalen. Diese sind ein natürliches Bindemittel, die glutenfreiem teig helfen sich etwas mehr wie Glutenhaltiger zu verhalten.
      Die Kekse die ich hier verwendet haben waren die glutenfreien Butterkekse von Schär - ist also immer noch alles glutenfrei. Ich werde das aber gerne oben im Text ändern

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    2. So, habe jetzt beides oben im Text ergänzt. Ich hoffe das macht die Sache verständlicher.

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  2. vielen Dank, das war ein sehr wertvoller Tip und Rezept. Ich aß immer sehr gerne Apfelstrudel, aber es geht auch kein Dinkel oder Hafer mehr bei mir.
    Werde diese Sachen besorgen, muss nur erst suchen wo ich die kaufen kann.
    Danke jetzt kann auch ich wieder ab und zu meinen heissgeliebten Apfelstrudel essen, oder mit Aprikosen, schmeckt auch lecker.

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  3. Das war nix, habe allerdings auch keine Nudelmaschine, der Teig blieb sowohl am Geschirrtuch, wie auch an der sauberen! Arbeitsplatte kleben. Habe Tuch und Platte mit Mehl bestäubt, wie ich das auch mit normalen Strudelteig machte, abeer es ging nicht.
    Dabei bin ich Strudelexperte, aber mit Glutenfreien Mehlen ist halt alles anders.

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    1. Oh, das tut mir leid :( Mein Teig klebt gar nicht. Kann es sein, dass deiner zu feucht war?

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    2. Alternativ ginge vielleicht noch zwischen zwei Folien ausrollen

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  4. ich habe mich an die Mengenangaben gehalten, aber es war nichts, normalen Strudelteig habe ich immer auf Backfolie ausgerollt, hätte ich vielleicht auch machen sollen, aber nicht daran gedacht.
    Naja, werde es irgendwann nochmal probieren,mit weniger Salz, war mir etwas zu salzig und dann habe ich auch noch den Zucker bei der Füllung vergessen.
    Hatte mir heute auch glutenfreie Nudeln gekauft und mich an die angegebene Kochzeit gehalten, die waren einfach nur hart, das nur nebenbei.

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    1. Ja, die Kochzeit passt bei mir meistens auch nicht. Da muss man experimentieren

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  5. Beim 2. mal ist er mir gelungen, habe aber nur einen großen gemacht und den halt eine Std. im Ofen gebacken.
    Tolles Rezept, habe nur das Problem mit den Keksen, kann ich nicht verwenden, da ich auch eine Histaminintoleranz habe, ich versuche mal Semmelbrösel glutenfrei selber zu machen.

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    1. Semmelbrösel sind doch einfach. Einfach Brotreste dünn aufschneiden und ein paar Tage trocknen lassen und dann reiben.

      Freut mich, dass er was geworden ist :)

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