Montag, 27. Mai 2013

glutenfreier Key Lime Pie

Da der Sommer ja dieses Jahr auszubleiben scheint, habe ich hier einen kleinen Trost und wenigstens etwas Sommer-Feeling für Euch. Ich hatte Euch ja bereits in meinem Beitrag über meinen Florida-Urlaub von Key Lime Pie berichtet; hier also das Rezept:


Key Lime Pie ist ein amerikanischer Kuchen, oder eher ein Nachtisch, der aus einem Kekskrümelboden und einer Art Creme aus gezuckerter Kondensmilch, Eigelb und Key Lime Saft besteht. Die Key Lime ist eine Limettenart, die auf den Florida Keys zu Hause ist. Wenn man keine Key Limes bekommt, kann man den Saft auch jeweils zur Hälfte durch Zitronen- und Limettensaft ersetzen.

Der Boden wird normalerweise aus Graham Crakers gemacht. Da ich nicht weiß, ob es die in Glutenfrei gibt, habe ich mich nach Alternativen umgesehen. Briten wird zu Degestives Crakern geraten. Genauso etwas sind die Landtaler von Glutano. Bei uns kann man die beispielsweise bei Rewe kaufen.

Des Weiteren benötigt man Butter, entweder Key Lime Saft oder Limetten und Zitronensaft, die Schale einer Bio Limette, 4 Eigelb und eine Dose gezuckerte Kondensmilch. Bevor Ihr jetzt los stürmt und anfangt zu backen – dieser Kuchen braucht Vorbereitungs-Zeit! Fangt am besten ein bis zwei Tage bevor Ihr ihn essen wollt damit an. Sowohl der Boden als auch die Füllung müssen recht lange durch gekühlt werden.
Für den Boden (am Vortag zubereiten) benötigt man:

- 200g Kekse
- 120g weiche Butter

Die Kekse in einer Küchenmaschine (Blender, Mixer, Food Processor) fein verkrümeln. Hat man keines dieser Geräte kann man die Kekse auch einfach in einen Gefrierbeutel packen und das ganze so lange mit einem Nudelholz o.ä. bearbeiten bis die Krümel fein genug sind. Anschließend die Kekskrümel mit der weichen Butter verkneten.

In Ermangelung einer Pie Form habe ich für den Boden eine 26cm Springform verwendet. Den Boden habe ich mit Backpapier ausgelegt und dann die Kekskrümel/Buttermasse fest auf den Boden gedrückt und einen etwa 1cm hohen Rand überstehen lassen. Der Boden muss dann, am Besten über Nacht, kalt gestellt werden.

Am nächsten Tag kann man dann die Füllung zubereiten.
Hierzu benötigt man:

- 4 Eigelb
- 400g gezuckerte Kondensmilch (eine Dose)
- 150ml Key Lime Saft (alternativ 75ml Zitronensaft und 75ml Limettensaft)
- Abrieb von einer Limette

Die Eigelbe cremig-weiß aufgeschlagen, anschließend die Kondensmilch, den Zitrussaft, sowie den Limettenabrieb unterrühren.
Jetzt kann die Masse auf den durchgekühlten Boden gegossen werden.

Anschließend im vorgeheizten Backofen (Ober-Unterhitze) bei 170°C 15 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
ACHTUNG: Nicht länger backen, die Füllung muss cremig bleiben.

Anschließend muss der Kuchen in den Kühlschrank und vor dem Servieren mindestens 5 Stunden gekühlt werden (besser auch über Nacht).

Ich habe den Kuchen jetzt schon mehrfach auch für nicht-Zölis gebacken und er ist immer super angekommen. Ein echt tolles Sommerdessert!

Falls der Sommer dieses Jahr noch kommt, versucht es mal...
Viel Spaß dabei!




Montag, 20. Mai 2013

glutenfreie Chocolate Chip Cookies


Heute möchte ich euch ein Rezept vorstellen, das ich, so gut wie, 1:1 nachgebacken habe. Das glutenfreie Originalrezept kommt von Cannelle et vanille und diese Cookies sind einfach der Himmel. Genau wie es die Autorin im Original schreibt der beste Chocolate Chip Cookie, das besondere gewisse Etwas erhält dieser Keks durch den Muscovado Zucker und das Fleur de Sel im Teig, auch wenn euch das mit dem Fleur de Sel in den Keksen sicher etwas seltsam vorkommt es ist der Hammer!

Miriam hat mich auf dieses Rezept gebracht und wir beide Lieben diese Kekse. Ich habe sie nun zum ersten Mal gebacken, und da sie so lecker sind, sind schon fast alle aufgenascht!

Backt diese Cookies, es lohnt sich, denn dann seit ihr im Cookie Himmel :-)

Hier ein paar Infos zu den Zutaten, denn ich bin sicher ihr werdet euch, wie auch Ich, bei einigen Zutaten fragen: "Was ist das!" Aber ihr könnt alles im Supermarkt kaufen keine Sorge!
Muscovado Zucker ist ungereinigter unraffinierter brauner Rohrzucker. Heißt auch im brauner Rohrohrzucker.

Brauner Zucker ist ein Sammelbegriff für braunen Zucker ob nun aus Zuckerrohr oder Zuckerrübe.

Fleur de Sel oder auch Salzblume bezeichnet man die beste und auch teuerste Art des Meersalzes, das nur an bestimmten Tagen im Jahr in Handarbeit von der Wasseroberseite abgeschöpft werden kann. Es ist noch relativ feuchtes Meersalz und es besteht aus relativ feinen Salzkristallen.

Chocolate Chip Cookies mit Muscovado Zucker und Fleur de Sel

110 g weiche Butter
100 g Muscovado Zucker (brauner Rohrohrzucker)
50 g brauner Zucker
Mark einer Vanilleschote oder (1Tl Vanilleextrakt)
1 Ei
140 g Reismehl (im Original: braunes Reismehl)
60 g Maismehl (im Original: Amarantmehl)
30 g Tapiocastärke
1/2 Tl Fleur de Sel (plus noch etwas zum Bestreuen der Kekse)
1 Tl glutenfreies Backpulver
170 g Schokoladenstückchen


Gebt in eine Rührschüssel die sehr weiche Butter, Muscovado Zucker und braunen Zucker mit dem Mark der Vanilleschote. Vermischt dies nun mit dem Handrührgerät oder besser noch der Küchenmaschine auf mittlerer Stufe für 2 Minuten. Gebt nun das Ei hinzu und rührt es weiter, bis alles eine homogene Masse geworden ist, ihr müsst wahrscheinlich auch ein bis zwei Mal den Teig von der Wand der Schüssel kratzen, damit es sich besser mischt.


Mischt Backpulver, Fleur de Sel, und die Mehle (Reismehl, Maismehl und Tapiokastärke) und gebt es zu eurer Ei-Butter-Zucker-Mischung, vermischt nun alles auf einer langsamen Stufe bis es nicht mehr staubt, dann erhöht die Geschwindigkeit auf die mittlere Stufe, bis ein schöner, gleichmäßiger Teig entstanden ist. Er ist aber ziemlich weich! Gebt nun die Schokoladenstücker dazu und rührt sie unter.

Gebt nun den Teig, formt eine Art Kugel, falls möglich und stellt den Teig für mindestens eine Stunde lang in den Kühlschrank. Heizt den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vor.

Nehmt dann den Teig aus dem Kühlschrank heraus, formt eine gleichmäßig dicke Wurst und schneidet diese in 24 gleichgroße Scheiben.  Formt diese eventuell noch einmal mit der Hand nach, legt sie mit einem größeren Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.

Bestreut nun eure Cookies, mit je einer Priese Fleur de Sel. Ihr solltet die Cookies unbedingt mit Fleur de Sel bestreuen, ich war da sehr skeptisch und habe ein Blech mit und ein Blech ohne Salz gebacken. Nun die mit dem Fleur de Sel auf den Keksen schmecken einfach viel leckerer und intensiver als die ohne! Macht es drauf, es gibt den Keksen erst den richtigen Kick im Mund.

Backt die Kekse nun etwa 11-12 Minuten, bzw. bis die Kekse beginnen goldbraun zu werden. Auch wenn die Kekse etwas unfertig aussehen, sind sie doch fertig. Lasst eure Cookies auf dem Backblech abkühlen, sonst zerbröseln sie, wartet mindestens 5 Minuten, bis ihr sie probiert. Lagert sie in einer Lichtundurchlässigen Keksdose.

Laut Autorin aber max. 3 Tage, ich frage mich ob sie die Kekse echt so lange aufbewahren konnte, denn sie machen eindeutig Süchtig!


Samstag, 18. Mai 2013

glutenfreie Cupcakes Teil 2

... wie pimp ich meine Fertigmischung oder was mach ich, wenn der Muffin zu trocken ist?

Ich habe Schokomuffins gebacken... leider war der erste Bissen schon eine extreme Enttäuschung! Sie waren trockener als die Wüste Gobi... der Geschmack war okay, aber diese glutenfreie Backmischung wollte wohl das ich an den Krümeln der Muffins ersticke!

Kennt ihr das, ihr seid etwas faul und entscheidet euch spontan eine Fertigmischung zu backen! Dann hinterher stellt ihr fest, die Muffins sind ok, aber ihnen fehlt eindeutig etwas! Aber für wegschmeißen ist das glutenfreie Essen einfach zu teuer!
mit Frischkäse Frosting


Mir ging es mal so! Meine Muffins waren trocken und der gewisse Kick hat gefehlt! Daher kommen nun ein paar Tipps wie ihr aus trockenen Muffins saftige ausgefallene Cupcakes machen könnt die süchtig machen! Ich habe meine staubtrockenen Schokomuffins zu tripple Schokocupcakes gepimt mit Schokosoße, und weißem Schokoladen-Quark Frosting.

Ich habe daher hier ein paar Ideen für euch wie ihr z.B. auch eure noch nicht gebackenen Teige pimpen könnt. Aber denkt daran, eure Zutaten zum Pimpen auf Glutenfreiheit zu überprüfen... und dann kann es losgehen!


Hier Erstmal Tipps wie ihr den Teig aufpeppen könnt: 

Was könnt ihr machen, wenn euer Teig zu trocken geworden ist!?

Ganz einfach schneidet in eure Muffins ein kraterartiges Loch und füllt dieses mit Schokoladensoße, Fruchtsoße, die ihr aus Saft und Marmelade (1:1) machen könnt, oder tränkt den Kuchen mit Saft, Amaretto oder Milch. Ist es etwas in den Teig eingezogen, macht ihr den Deckel wieder drauf!

Wollt ihr es schneller besorgt euch in der Apotheke eine Spritze mit einer relativ dicken Nadel, füllt die Spritze mit der Flüssigkeit und injiziert diese in den Teig...

Schneidet den Muffin in dicke Scheiben und schichtet dazwischen Pudding. Fangt mit einer Schicht Boden an, gebt dann Pudding, Boden, Pudding... und endet mit Boden. Ihr könnt dann noch alles von außen mit einer dünnen Puddingschicht bestreichen und alles mit Schokoladenglasur überziehen.

Ihr wisst das den Muffins der gewisse Kick fehlt, wollt aber einen schnellen Fertigteig backen!

Dann könnt ihr weiche Karamellbonbons, Schokoladentoffees oder  Schokosplitter (schaut das sie glutenfrei sind;-). Das verändert die Konsistenz des Teiges und macht ihn aufregender!

Wie wäre es Obststückchen wie Apfelschnitzel, Kirschen oder Himbeeren im Teig versenken, das macht den Teig saftiger und verleiht ihm frische!

Ihr könnt auch Nüsse, glutenfreie Cerealien, mini Marschmellows, Trockenobst oder auch gemahlene Nüsse und Mandeln unter den Teig mischen. Fügt dem Teig noch ein Gewürz wie Zimt, Kardamom oder Lebkuchengewürz hinzu.  Schon schmeckt der Teig neu! Gebt dem Teig einen Schuss Amaretto, BrauenRum, Whisky oder Anis hinzu oder tauscht doch einmal die Milch durch Kokosmilch oder Mandelmilch aus und schon ist der Teig ein ganz anderer!

Nachdem wir nun den Teig gepimpt haben, widmen wir uns nun dem Was mach ich oben drauf! 


Hier ein paar Ideen was ihr machen könnt, Kombiniert einfach wild darauf los und lasst eurer Phantasie freien lauf!

mit Baisethaube

Macht doch einen Zuckerguss oder Zitronenzuckerguss auf eure Muffins, streut Zuckerstreusel, Schokostreusel oder Gummibärchen oben drauf!

Bestreicht den Muffin mit eurer Lieblingsmarmelade und bedeckt es mit Schlagsahne!

Ihr glasiert das Ganze mit einer Schokoladenglasur und bestreut das Ganze noch mit Kokosraspeln oder steckt ein paar Bananenchips hinein.

weiße Schokolade- Quark Frosting


Am liebsten mache ich ein Quark-weiße Schokolade Frosting dazu mischt ihr 250 g geschmolzene Kuvertüre mit 250 g Magerquark und spritzt dieses mit einem Spritzbeutel auf euren Muffin!






Ich verwende auch gerne diese Frostings aus meinem Post: glutenfreie Cupcakes.  Dort findet ihr Rezepte für ein Baisetfrosting, ein Frischkäsefrosting, Schokoladensahne, Schokoganasche...

Jaffacake Cupcake



Habt ihr auch noch Ideen?
Ich freue mich über Anregungen!

Was macht ihr wenn der Muffin nicht so ist wie ihr euch das Vorgestellt habt!?











Freitag, 17. Mai 2013

glutenfreier veggi Gulasch


Ich bin nicht unter die Vegetarier gegangen, aber ich finde nicht zu jedem Essen gehört Fleisch. Außerdem möchte ich meinen Freunden die sich vegetarisch ernähren Abwechslung bieten, wenn sie zum Essen vorbeikommen, und probiere daher gerne was Neues aus. Ich hatte so Lust auf Gulasch aber Tofuschnitzelschen sind nicht mein Fall... daher habe ich beschlossen das Fleisch durch schwarze Bohnen zu ersetzen und ansonsten alles so zu machen wie immer.

Ich bin total begeistert, denn die in Rotwein geschmorten Zwiebeln und der mit Salz zerriebene Knoblauch verleihen dem Gericht einen tollen Kick! Zu kochen ist das Gericht einfach, es dauert nur eine kleine Weile. Als Beilage habe ich glutenfreie Nudeln gemacht, hinterher aber festgestellt, dass ich auch ohne sie satt geworden wäre!


Wichtig:
Wenn ihr getrocknete Bohnen benutzt, weicht sie über Nacht ein und kocht sie vorher weich, sonst muss euer Gulasch eine halbe bis ganze Ewigkeit koche.
Habt ihr keine schwarzen Bohnen, könnt ihr auch Kidneybohnen, andere Bohnen, Kichererbsen oder auch Tofu benutzen.

Veggi Gulasch

2 Knoblauchzehen
1 Dose passierte Tomaten
3 mittelgroße rote Zwiebeln
1/2 Chilischote
3 Karotten
1 Paprika
1 Tasse schwarze Bohnen (oder 1 Dose Kidneybohnen)
200 ml Rotwein (oder mehr ;-)
1 El Öl
10 getrocknete Tomaten
2 Zweige Rosmarin
2 Zweige Thymian
2 Zweige Oregano
1 Lorbeerblatt
+ Salz, Pfeffer, Paprika, Cayennepfeffer,
evtl.: Muskat, Kümmel, Nelke, Piment, Ingwer

Nehmt ihr Dosenbohnen, dann gießt die Brühe ab und spült sie kurz ab. Nehmt ihr getrocknete Bohnen, weicht sie über Nacht ein und kocht sie dann weich (aber nicht zu Brei, ich nehme den Dampftopf 15 min 2. Ring) bevor ihr mit dem Gulasch anfangt.

Schält die Zwiebeln und den Knoblauch, schneidet die Zwiebeln in grobe Würfel. Gebt das Öl in einen Schmortopf (Topf) und bratet die Zwiebeln an, sind diese leicht braun gebt die Bohnen dazu, bratet diese kurz an und löscht dann mit einem Schluck Rotwein ab. Gebt die Kräuter, die Tomaten und noch etwas Rotwein hinzu.  Zerreibt den Knoblauch und die Chilischote in einem Mörser mit 2 Tl Salz (es geht auch mit dem Pürierstab) und gebt etwa die Hälfte in den Topf und lasst das Ganze nun auf kleiner Hitze mind. 30 Minuten köcheln (besser 50 Minuten). Gebt die getrockneten und klein geschnittenen Tomaten mit dazu, wenn sie Hart sind, sind sie weich müsst ihr sie jetzt nur in Streifen schneiden.

Schält und wascht die Karotten, wascht und entkernt die Paprika und schneidet beides in etwa gleichgroße Stücke. Gebt nach dem Köcheln die Karotten und die Paprika hinzu. Sind eure getrockneten Tomaten eher weich gebt ihr sie nun hinzu. Würzt das Ganze nun mit dem restlichen Knoblauchsalz, Pfeffer, Paprika Cayennepfeffer (falls ihr es mögt auch mit etwas gemahlenem Kümmel, Piment, Nelke, Ingwer und Muskat) nach eurem Geschmack.
Lasst alles noch etwas köcheln und einreduzieren, etwa 15 Minuten, sodass eine cremige Soße entsteht.

Fertig ist ein leckerer veggi Gulasch ob ihr ihn nun mit oder ohne Nudeln esst bleibt euch überlassen... lasst es euch schmecken!




Donnerstag, 16. Mai 2013

international World Coeliac Day

Heute, wie jeden 16. Mai ist der Weltzöliakietag! 


Falls ihr euch nun fragt was ist Zöliakie!!! Wieso feiert man denn diesen Tag?

Hier ein paar kurze Infos: Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung die den Dünndarm zerstört und deren Symptome sehr weitreichend und vielfältig sind. Durch strenge Glutenfreie Diät kann man die Symptome (nicht aber die Krankheit) heilen. 
Dieser Tag wird gefeiert um auf die Situation Zöliakie (Sprue & Duhring) erkrankter Personen hinzuweisen und auf die Probleme die sich dadurch im Alltag ergeben!


Die DZG hat letztes Wochenende schon einmal in Hannover vor gefeiert, aber auch international finden um diesen Tag viele tolle Aktionen zum Thema Zöliakie und Glutenfreileben statt! Schaut doch mal bei der AOECS dem europäischen Dachverband vorbei!

Miriam und Svenja Wünschen euch allen daher einen wunderschönen Weltzöliakietag!

Montag, 13. Mai 2013

glutenfreier Kaffeekuchen


Am Samstag war Weltzöliakitag, ich hoffe ihr habt alle schön gefeiert, ob nun in Hannover mit der DZG oder zu Hause. Ich konnte leider nicht nach Hannover aber ich habe zu Hause etwas gefeiert. Ich habe einen Kaffeekuchen gebacken, einen leckeren Blech-Rührkuchen, der ruckzuck geht und auch warm schmeckt. Ich mag den Kaffeekuchen am liebsten in kleinen Stückchen zum Espresso oder Kaffee.

Dieses Kaffeekuchenrezept kommt aus der Schweiz und ihn in glutenfrei zu Backen war kein Problem! Versucht es doch auch mal! Es geht schnell und ist unheimlich lecker, wenn ihr laktosefreie Butter oder Rapsöl, sowie Mandel oder Kokosmilch  nehmt, bekommt ihr den Kuchen auch noch zusätzlich laktosefrei.


Kaffeekuchen

200 g Butter (oder 150 g Öl)
150 g Zucker
3 Eier
3 El Kakaopulver [nehmt Bitterkakao/ Backkakao aber keinen Kaba/ Nesquick oder derartiges ...]
300 ml Milch (oder laktosefreien Ersatz)
300g glutenfreies Mehl (oder Speisestärke)
2 Tl glutenfreies Backpulver

50 g geschmolzene Butter (oder 50 g Öl)
100 g Puderzucker
2 El Kakaopulver [nehmt Bitterkakao/ Backkakao aber keinen Kaba]
6 El Espresso oder Kaffee
Kokosraspeln zum Bestreuen

  • Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen, denn der Teig macht sich schnell. Macht ihr den Kuchen mit Butter müsst ihr diese in einem Topf schmelzen lassen. Aufpassen, dass sie nicht braun und somit bitter wird! Stellt sie dann zur Seite, macht ihr den Kuchen mit Rapsöl entfällt dieser Schritt.
  • Nun Eier Zucker in eine Schüssel cremig schlagen, dann Milch und Kakao unterrühren. Anschließend Mehl und Backpulver mischen, dazugeben und unter den Teig rühren. Die flüssige Butter (oder das Rapsöl ) untermischen. Der Teig ist sehr flüssig, also nicht wundern, das soll so!
  • Gießt den Kaffeekuchenteig auf ein  Blech, das mit Backpapier oder Alufolie auslegen ist, und verteilt ihn gleichmäßig. Backt den Kuchen jetzt ca. 15 Minuten auf der mittleren Schiene. Der Kuchen sollte fest aber nicht trocken sein, stürtzt ihn auf ein Kuchengitter, so dass die Unterseite nun oben liegt.
  • Während der Kuchen bäckt solltet ihr die Glasur vorbereitet: schmelzt die Butter (oder nehmt Öl) und macht einen starken Espresso oder normalen Filterkaffee. Nun die flüssige Butter mit dem Puderzucker, Kakao und gekochtem Espresso/Kaffee verrühren. Und den warmen Kuchen mit der Glasur bestreichen, Kokosraspel darüber geben. Die Glasur zieht zum Teil in den Kuchen ein und macht ihn so noch saftiger.

Fertig ist der Kaffeekuchen! Guten Appetit!

Donnerstag, 9. Mai 2013

Glutenfrei in Florida

Ich komme gerade von einer wunderschönen, fast dreiwöchigen Reise durch Süd-Florida zurück.
Wir hatten uns für eine Aufteilung in Rundreise, längeren Ferienwohungsaufenhalt und einen weiteren Teil Rundreise entschieden und das ganze dann so aufgeteilt:






  • Ankunft und erste Nacht Miami
  • dann Fahrt nach Key West, dort dann zwei Übernachtungen im Hotel 
  • Dann Rückfahrt aufs "Festland" und ein Tag im Everglades Nationalpark, Übernachtung in Homestead
  • Anschließend sind wir dann nach Cape Coral gefahren, wo wir für eine Woche eine Ferienwohnung gemietet hatten.
  • Danach ging es dann weiter nach St Pete Beach, wo wir zwei Nächte in einem Inn direkt am Strand verbracht haben.
  • Von da aus führte uns die Fahrt dann weiter über den Rainbow River State Park nach Mount Dora für eine weitere Nacht
  • Am nächsten Tag ging es dann ins Kennedy Space Center und von da aus weiter nach Süden. Die Zwischenübernachtung war in Stuart
  • Und dann war der Urlaub auch schon fast vorbei. Wir hatten noch zwei Nächte in Miami Beach und dann mussten wir leider wieder nach Hause fliegen.

Das war jetzt schon mein dritter USA Urlaub mit Zöliakie Diagnose und wie bei den beiden anderen zuvor (Kalifornien Rundreise 2009 und Ostküsten Rundreise 2011) habe ich in Sachen Essen nicht die geringsten Probleme gehabt.
Ich hatte mich natürlich vorher schon über einiges informiert, aber die meisten Informationen dann eigentlich doch nicht gebraucht.

Am Morgen nach der Ankunft haben wir erst mal unseren Mietwagen eingesammelt und sind dann in Miami zum nächsten WholeFoods Market auf der Strecke gefahren.
Da habe ich mich dann erst mal mit Brot, Waffeln, Keksen, Marmelade usw. eingedeckt.
Die letzten beiden Male hatte ich immer Brot von Udi's, diesmal habe ich zusätzlich zu einem Millet Chia Brot von Udi's noch das 7-Grain und das Mountain White Brot von Canyon Bakehouse gekauft.
Die meisten glutenfreien Brote sind in den USA tiefgefroren, in manchen Läden gibt es das Canyon Bakehouse Brot jedoch auch ungefroren - in dem Fall hatte ich Glück - es war nicht gefroren.
Das Gute am Canyon Bakehouse Brot ist, dass es auch ungetoastet wirklich gut schmeckt.

Das Udi's Brot und die Udi's Waffeln, die ich gekauft habe, waren jedoch tiefgefroren und mussten auch nach dem Auftauen getoastet werden.
Die meisten Hotels und Motels haben Toaster beim Frühstück stehen - es ist also unbedingt wichtig sich Toastabags mitzunehmen um Kontamination zu vermeiden. Alternativ kann man quasi in jedem Walgreens oder CVS einen billigen Toaster für ca. $12 kaufen.
In einem solchen Laden haben wir uns auch gleich noch eine kleine Styropor Kühlbox gekauft.

Dann ging es weiter Richtung Florida Keys - genauer gesagt nach Key West, wo wir in einem wirklich schönen kleinen Inn mit Pool zwei Nächte verbracht haben.

In Key West, wie überall, muss man dann was das Essen gehen angeht einfach mal die Augen auf halten. Am ersten Tag waren wir einfach bei Five Guys - Burgers and Fries, einer amerikanischen Burger Kette, bei der außer den Brötchen alles glutenfrei ist.
Bestellt man einen Burger ohne Brötchen wird man in der Regel gefragt, ob man eine Allergie dagegen hat. Bejaht man dies wird direkt die Anweisung "Bun allergy - special instuctions" weiter gegeben. Das heißt nichts anderes, als dass beim zusammenstellen der Burger die Handschuhe gewechselt werden und der Burger mit allen Zutaten (natürlich ohne Brötchen) in eine Schale verpackt werden und Besteck beigelegt wird.
Dieser Besuch bei Five Guys sollte nicht der letzte auf dieser Reise bleiben (allein die Pommes sind die Sache schon wert), die anderen Male waren wir jedoch immer mit dem Auto von A nach B unterwegs und ich hatte mein Brot dabei. Dann habe ich mit dem Mountain White Bread von Canyon Bakehouse immer meine Burger selbst zusammen gebastelt, so dass ich sie auch aus der Hand essen konnte.

Am zweiten Tag in Key West haben wir uns dann auf die Suche nach einem Stück glutenfreiem Key Lime Pie gemacht. Das ist gar nicht so schwierig. Mittlerweile haben einige der Bäckereien die Key Lime Pie verkaufen diese auch in glutenfrei.
Wir hatten uns für den Pie aus der Key West Key Lime Pie Company entschieden.
Diesen Kuchen werde ich demnächst sicher mal nachbacken, denn ich habe Key Lime Saft mit gebracht. Wenn es so weit ist, werde ich das Rezept posten.





Auf dem Weg zur Key Lime Company sind wir dann zufällig beim spazieren am Restaurant Conch Republic Seafood vorbei gekommen und haben uns nach dem Blick auf die Speisekarte spontan entschieden da abends essen zu gehen.























Guckt euch die Bilder mal groß an - man sieht es nicht so gut, aber alle glutenfreien Speisen sind dementsprechend gekennzeichnet.
Ich hatte das Island Half Chicken, das sehr lecker war.

Wir sind aber noch an anderen Restaurants mit gf Karte vorbei gekommen, wie z.B. der Amigos Tortilla Bar

Fazit: Augen auf, dann findet sich was.

In der einen Woche in Cape Coral waren wir komplett Selbstverpfleger und haben in der Ferienwohnung gekocht.

Glutenfrei einkaufen kann man in Florida neben WholeFoods z.B. auch sehr gut bei Publix.
Wir hatten z.B. Pasta mit Tomatensoße, Steaks mit Kartoffelbrei und Maistortillas mit Hähnchenbrust, Salat, Salsa usw.

In St. Pete Beach haben wir uns einen Abend mit Sandwichs (im Hotel selbst belegt) begnügt und am nächsten Tag mal über Internet Recherche herausgefunden, dass um die Ecke ein recht gutes Restaurant sein sollte.
Da sind wir dann also hin - ins Black Palm Restaurant.
Ich nach glutenfrei gefragt - als Antwort bekommen - alles kein Problem.
Ich hatte dann ein ganz ausgezeichnetes Rib Eye Steak mit Chimichurri Soße, Gemüse und Kartoffelbrei.

Die nächste Nacht war dann in Mount Dora und besser hätte es fast nicht laufen können. Denn direkt neben unserem Inn war eine Pizzeria mit glutenfreier Pizza.
Das Restaurant heißt im übrigen PizzAmoré.

Die Pizza war besser als viele andere die ich in den USA gegessen habe - lange nicht so gut wie die in der Risotteria in NYC, aber doch recht gut.
Ich fand sie nur zu groß und außerdem hatte sie zu viel Käse.
Aber sie hatte nicht so einen starken Kichererbsengeschmack wie viele andere. Von daher Note 2- für glutenfrei Pizza würde ich sagen.







In Miami Beach waren wir an beiden Abenden essen, am ersten Abend bei Flame, wieder keine gf Karte, aber auf Nachfrage kein Problem.
Ich hatte das Maroccan Chicken mit garlic-mashed potatoes.
Am zweiten Abend dann bei Barock Miami, das sich direkt neben unserem Hotel befand.
Auch hier war auf Nachfrage glutenfrei kein Problem (ich hatte allerdings auch schon auf urbanspoon gelesen, dass das Restaurant "gluten-free friendly" sei.
Ich an dem Abend Filet Mignon mit purple mashed potatoes (sieht irgendjemand da ein Kartoffelbrei Muster?).
Der Kellner meinte dann - "schönen Gruß aus der Küche - das Schokoladendessert des Tages ist ein glutenfreier Schokoladenkuchen ohne Mehl soll ich ausrichten".
Also haben wir den auch noch bestellt. Wir haben uns allerdings ein Stück geteilt - das war auch besser so, denn der war lecker aber sehr mächtig.

Zur Verpflegung im Flugzeug kann ich sagen - hat alles hervorragend geklappt. Es gab ne Menge Obstsalat und Reiswaffeln, aber auch warme Gerichte die durchaus essbar waren.
Wir sind mit TAP von Frankfurt über Lissabon nach Miami und so auch wieder zurück geflogen.
Auf der Kurzstrecke zwischen Frankfurt und Lissabon gab es zwar keine gf Verpflegung, aber 3 Stunden hält man ja auch mal ohne was aus oder man nimmt sich was mit.

Nicht nur wegen dem Essen lohnt sich eine Florida Reise, das Wetter, die Strände und die Tatsache, dass man am Strand vom Liegestuhl aus Delfine beobachten kann rechtfertigen jede Reise nach Florida.

Es gibt allerdings nicht nur Delfine.....












Mittwoch, 8. Mai 2013

Spagettoni mit Gorgonzolasoße & Produkttest

-Enthält Werbung-

Produkttest PPURA - glutenfreie Maisspagettoni in Gorgonzolasoße




Ich habe von der Firma PPURA ein Päckchen von Spaghettoni aus Mais bekommen. Ich vermisse seit meiner Diagnose etwas rauere dickerer Spaghetti und habe mich wahnsinnig über die schönen Spaghettoni gefreut.

Mit Genehmigung von PPURA





Laut Firma liebt die Maispasta Soßen mit: Ricotta, Käse, Pilzen, Fleisch, Wild und natürlich auch Tomatensoße.

Also habe ich mich für eine Gorgonzolasoße entschieden und bin vom Ergebnis begeistert. Der Gorgonzola und die Maispasta harmonieren perfekt und die Soße haftet fabelhaft an der rauen Oberfläche! Das Rezept findet ihr am Ende dieses Posts.



Hier ein paar kurze Infos zu  PPUPURA ist ein kleines italo-schweizer Familienunternehmen, das bis vor Kurzem nur hochwertige glutenhaltige Pasta hergestellt hat. Inspiriert durch einen guten Freund mit Zöliakie haben sie begonnen eine glutenfreie Maispasta entwickelt.
In Päckchen findet ihr 250g Spaghettoni.

Die Pasta wird, mit ausgewählten Maissorten, durch Bronzeköpfe
Verarbeitet und langsam und schonend getrocknet. Die Pasta hat dadurch eine schöne raue Oberfläche und so haftet die Soße noch viel besser.  Auf der Packung heißt es, dass, die Pasta fast so gut sei wie von den Mamma's der Erfinder (" die 2 besten und kritischsten Köchinnen der Welt") und dass diese mit dem Produkt zufrieden sein.

Diese Eigenwerbung hat also sehr hohe Erwartungen bei mir geweckt, und mich noch etwas kritischer gemacht.

Gekocht...
Allerdings haben mich die Spaghettoni überzeugt. Sie ließen sich gut kochen. Ich sie in einen großen Topf gepackt, sodass ich nicht warten musste, bis sie nachgeben und rein passen. Nach 13 Minuten Kochzeit waren die Nudeln "al dente" und nach dem Abgießen habe ich sie noch kurz in der Gorgonzolasoße geschwenkt, dabei sie sind nicht nachgegart (Riesen plus).
Für die Koch- und Soßenanheftung bekommen sie eine glatte Eins. 

Geschmacklich fanden wir sie sehr lecker und haben gut mit der Gorgonzolasoße harmoniert, die toll an ihnen geklebt hat. Für diejenigen, die keine Maispasta mögen, ist sie trotzdem mal einen Versuch wert, denn ich fand, dass man den Mais nicht geschmeckt hat.
Falls ihr die Pasta kaufen wollt ihr bekommt sie in den Basic Biosupermärkten, bei Alnatura, in der Feinkostabteilung von Kaufhof oder im Onlineshop von PPURA.

Nun aber genug zu den Spaghettoni, kommen wir nun zu der Gorgonzolasoße!

Spaghettoni mit Gorgonzolasoße

1 mittelgroße Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
1 Tl Öl
150 g Gorgonzola
150 ml Milch
100 ml Sahne
evtl. 1 Tl rosa Beeren
+ Salz, Pfeffer, Paprika

dazu:
250-300 g Spaghettoni (oder Pasta)

Ihr könnt auch noch super Brokkoli oder Spinat in die Soße machen!

  • Die Nudeln in kochendem Salzwasser nach Packungsangabe "al dente" kochen. Währenddessen die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein Würfeln. 
  • Das Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebelwürfel und Knoblauch glasig dünsten.  Den Gorgonzola Würfeln. Sahne, Milch und Gorgonzola zu den Zwiebeln geben und alles gleichmäßig verrühren. Auf kleiner Hitze reduzieren, bis sie schön cremig ist und mit Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken.
  • Sind die Nudeln "al dente", dann gießt sie durch ein Sieb und gebt die Nudeln noch einmal in die reduzierte cremige Soße. Vermischt alles Miteinander im Topf und lasst es euch schmecken!
Guten Appetit!