Montag, 9. September 2013

glutenfreie Doughnuts - 3 glutenfreie Doughnutsorten einmalig lecker

3 Douhgnut Rezepte und 2 Backvariationen für herrliche glutenfreie Doughnuts!

(glutenfreie Donuts [siehe Duden], habe aber nur Doughnut Rezepte gefunden, ob aus den USA oder Deutschland)

Das ist zwar schon etwas her, aber ihr habt ja von meinem Krankenhausaufenthalt gelesen, vor einer kleinen Weile im Juli habe ich mich mit meinen Zöli-Mädels getroffen und wir haben Doughnuts gebacken.

Wir haben zusammen Hefeteig Doughnuts & Munchkins sowie Rührteig Doughnuts mit einem Doughnutteigportionierer in der Fritteuse ausgebacken.


 
Es war eine Doughnut-Orgie mit Schokoladenglasur, buntem Zuckerguss, Zucker und Zimt sowie viel Deko! Es war toll, lecker und ein Riesenspaß! Für viele von uns waren es die allerersten Teigkringel und auch die frittierten "Doughnutlöcher".

Einen Riesen Dank an Sinja & Andreas, die uns ihre Küche zur Verfügung gestellt haben, an Bettina & Martin, Heike & Toby, Kahti und Daniel. Danke fürs Frittieren, Dekorieren und vor allem fürs Aufessen!

Einige Tage später wurden dann die bestellten Doughnut-Backbleche geliefert und so habe ich einen dritten Rührteig in einem Doughnut-Backblech gebacken. 
Alle Doughnuts, egal wie hergestellt, waren toll saftig und richtig lecker.
Hier ein Tipp zum Aufbewahren eignet sich am besten das Einfrieren, den dann bleiben sie saftig, im Kühlschrank in einer Tubberbox überleben sie glasiert bis zum nächsten Tag. Das einfrieren und dann das langsam auftauen lassen im Kühlschrank, war am Besten, denn so blieben sie sehr saftig.

Freut euch nun über Doughnuts, Doughnuts und noch mehr Doughnuts!



Zum Backen der ersten zwei Rezepte braucht ihr entweder eine Fritteuse oder einen hohen schmalen Topf mit Frittieröl!

Doughnuts und "Doughnutlöcher" aus Hefeteig


Die Hefeteig Doughnuts und die Doughnutlöcher (bei DunkinDoughnuts heißen sie Munchkins) waren lecker, erstaunlich locker und waren super!

Den Teig haben wir frei nach einem Rezept von Trudel aus dem Internet gemacht! Uns fehlte darin etwas Hefe, denn sie gingen weder beim Gehen noch beim Backen richtig auf!


Hefedoughnuts

300 g glutenfreies Mehl hell
1 Tl Fiber Husk (Physillium, gemahlene Flohsamenschale)
1 Priese Salz
10 g Trockenhefe
30 g Zucker
130 ml lauwarme Milch
1 Ei Größe M
30 g weiche Butter
30 g Magerquark

1 Liter Frittieröl für's frittiern, Zimtzucker, Schokoglasur oder Zuckerguss zum Dekorieren

Mischt das Mehl mit der Flohsamenschale, schichtet das Mehl zu einem kleinen Hügel, in dem ihr eine Vertiefung bildet und darin aus Trockenhefe und lauwarmer Milch einen Vorteig bildet, lasst das Ganze etwas gehen, etwa 15 Minuten, bis der Vorteig anfängt, Blasen zu bilden.

Gebt dann Ei, Butter und Magerquark zu dem Vorteig und verknetet alles zu einem geschmeidigen Teig. Der Teig sollte einen geschmeidigen Kloß bilden und sich gut von der Schüssel lösen. Lasst den Teig mind. 10 Minuten gehen.
Am besten ihr bedeckt die Schüssel mit einem Handtuch und gebt diese zusammen mit einem heißen dampfendem Handtuch in einer Plastiktüte, da geht der Teig am Besten.

Rollt nun euren Teig auf einer leicht bemehlten Unterlage etwa 1 1/2 bis 2 cm dick aus und stecht eure Doughnuts aus. Dafür könnt ihr für außen ein Glas nehmen und innen z.B. ein rundes Plätzchenausteckerle, einem Apfelentkerner oder eine umgedrehte Spritztülle.Die kleinen runden Teiglinge, die ihr ausgestochen habt, sind die Doughnutlöcher bzw. Munchkins, die ihr mit frittieren könnt, wenn ihr mögt!
Legt die Doughnuts auf ein Backblech, bedeckt dieses mit einem Handtuch und lasst alles noch einmal 15 Minuten gehen.

"Doughnutlöcher" beim Fritieren
Erhitzt nun das Frittieröl in einem hohen schmalen Topf oder einer Fritteuse auf ~175 °C. Raucht das Öl, ist es zu heiß! Legt nun eure Doughnuts nacheinander in das heiße Frittieröl, und frittiert sie, bis sie goldbraun sind. Dreht sie nun um, so dass sie auch auf der anderen Seite goldbraun werden können. Nehmt sie nun heraus und lasst sie auf einem Küchentuch abtropfen und leicht abkühlen.

Wollt ihr sie mit Zimtzucker genießen sollten sie noch relativ heiß darin gewälzt werden. Für Zuckerguss und Schokoladenglasur sollten sie abgekühlt sein!

Ich fand sie am Besten, noch warm mit Zimtzucker, aber auch mit Zuckerguss oder Schokoladenglasur sind sie lecker. 

P.S.: Ich habe gelesen, aber es noch nicht ausprobiert: Dass man die Hefedoughnuts auf einem mit Backpapier belegtem Backblech auch im Backofen backen kann. Die Doughnuts vor und nach dem Backen mit geschmolzener Butter bestreichen und bei 220°C Ober- und Unterhitze 15-20 Minuten backen.


frittierte Doughnuts aus Rührteig

Wir hatten erst ein Teigrezept aus der Zeitschrift Easy Eats, dass in einem Doughnut-Backbelch ausgebacken werden sollte.

Die Doughnut-Backbleche wurden aber leider nicht rechtzeitig geliefert und zum Glück hatte Andreas einen Doughnut-Teigportionierer gekauft.

Also haben wir nun unseren eigenen Teig entwickelt. den man mit dem Teigportitionirer in die Fritteuse geben und dort ausbacken konnte.



Rührteig für die Fritteuse

550 g glutenfreies helles Mehl
250 g Zucker
4 Tl Backpulver
1 Tl Salz
4 Eier Größe L
59 ml Sonnenblumenöl (oder bspw.Rapsöl)
345 ml Milch

+ 1 Liter Fritieröl für's fritiern, und Zuckerguss, Schokoladenglasur, Zuckerstreusel ...

Vermischt alle Zutaten in einer Schüssel miteinander, bis sich ein homogener nicht klumpiger Teig gebildet hat, der etwas zähflüssig ist.

Erhitzt das Frittieröl (in der Fritteuse oder einem hohen schmalen Topf) auf ~175 °C. Gebt nun etwa die Hälfte des Teiges in den Dougnut-Portionierer und entlasst den Doughnutteig portionsweise in das heiße Fritieröl und backt sie von beiden Seiten goldbraun!

Theoretisch sollte das Loch bei der Abgabe des Teiges in das heiße Öl geben, das war leider nicht so. Hier daher ein kleiner Trick der gut funktioniert hat! Ihr braucht dazu ein einweg Essstäbchen aus Holz.


Der Teig geht ziemlich auf und meist will das Doughnutloch zugehen! Ihr müsst also versuchen, das Essstäbchen mitten in das Loch zu stecken und wenn der Teig nach oben steigt, das Holzstäbchen so bewegen, dass der Doughnut sich um das Stäbchen dreht und so frittiert. Ist die Unterseite goldbraun, dreht ihn um und frittiert euren Doughnut fertig.





Nehmt die fertigen Doughnuts aus der Fritteuse  und lasst sie auf einem Küchentuch abtropfen und abkühlen.

Wollt ihr sie mit Zimtzucker genießen, sollten sie noch relativ heiß darin gewälzt werden. Für Zuckerguss und Schokoladenglasur sollten sie völlig abgekühlt sein! Dekoriert sie nun, wie ihr sie haben möchtet!




Doughnuts aus Rührteig mit dem Doughnutbackblech gebacken

Und nun noch das letzte Doughnut Rezept, dies ist auch ein Rührteig Rezept, der aber etwas flüssiger ist, und in einem Doughnut Backblech ausgebacken wird. Es ergibt 24 mini Doughnuts, die meine Favoriten sind, denn sie sind locker und nicht so eine Kalorienbombe wie die anderen!

Rührteig für Doughnuts aus dem Backblech

225 g glutenfreies helles Mehl
175 g Zucker
1 El Rapsöl (oder z.B. Sonnenblumenöl)
2 Tl Backpulver
175 ml Milch
2 Eier Größe L
1/2 Tl Salz
1/2 El Zitronenschale

Den Backofen auf 160 °C, bei Ober- und Unterhitze vorheizen und das Doughnut- Backblech einfetten.

Die Eier schaumig schlagen, dann alle Zutaten dazugeben und gut miteinander zu einem klumpenfreien Teig verrühren. Den Teig gleichmäßig in die für die Doughnuts vorgegebenen Mulden verteilen und dann für 5-10 Minuten backen.
Testet mit einem Holzstäbchen, ob sie gar sind, sie sind gut wenn kein Teig daran hängen bleibt.
Die Doughnuts aus dem Blech entnehmen und auskühlen lassen, dann nach Belieben dekorieren!

Egal für welchen Teig und welche Backvariante ihr euch entscheidet, Doughnuts sind lecker und sehen dekoriert einfach super aus! Backt und dekoriert doch mal eure Eigenen!



Sonntag, 8. September 2013

glutenfrei Essen im Krankenhaus - Tipps!

Ich bin wieder da! Es war in letzter Zeit hier so ruhig, da ich krank war und einige Zeit im Krankenhaus verbracht habe! Und aus aktuellem Anlass will ich daher was zum Thema glutenfrei Essen im Krankenhaus erzählen.

 
Ich war schon in einigen Krankenhäusern und habe noch ein paar Zölies zu ihren Erfahrungen befragt, das Ergebnis war von "Super hat ohne Probleme geklappt!" bis zu "Eine riesen Katastrophe!". Bei der Masse an Positiven und negativen Erfahrungen habe ich mir so meine Gedanken gemacht und habe euch ein paar Tipps aufgeschrieben, welche mir sehr geholfen haben und ich will euch auch kurz erzählen, welche Probleme ich in manchen Krankenhäusern hatte und wie ich lösen konnte.

Hier also ein paar Tipps zum Thema Krankenhausaufenthalt ob dieser nun geplant oder ungeplant ist, und wie euch das hilft glutenfrei zu leben. Dann könnt ihr lesen, wie sich meine letzten Krankenhausbesuche zum Thema Essen gestaltet haben und ihr seht ein paar Bilder von der Krankenhauskost!



  1. NOTVORRAT!!!
    Nehmt euch immer etwas glutenfreies Brot, Knäckebrot, Cracker, Kuchen Kekse... mit, oder lasst es euch von Familie oder Freunden mitbringen! Oft ist kein Brot vorrätig und muss erst besorgt werden, dies kann bis zu 4 Tage dauern!!!
  2. Essen!
    Stellt sicher, das "Glutenfreie Kost", als Kostform eingetragen ist, weißt sowohl den Arzt, die Krankenschwester sowie das für das Essen zuständige Personal darauf hin. Erklärt die Wichtigkeit der "Glutenfreien Diät!"
  3. Zuleitungszettel und Essensplan!
    Besorgt euch einen Essensplan und besteht
    darauf, dass man euch den Zuteilungszettel zeigt oder aushändigt auf dem euer Essen, das gerade ausgeteilt wurde. So könnt ihr vergleichen ob das Essen auf dem Tablett, mit dem Essen auf dem Zuteitungszettel übereinstimmt!
  4. Ernährungsberatung!
    Versucht vom Arzt eine Ernährungsberatung zu bekommen! Die Diätassistentin oder Ernährungsberaterin, kann für euch speziell einen Diätplan erstellen, ihr wisst was ihr zu essen bekommt, und ihr nichts falsches bekommt.  Ist der einfachste Weg glutenfreies Essen zu bekommen!


  5. Küche!
    Besorgt euch die Nummer der Diätküche und fragt nach wenn euch ein Essen nicht glutenfrei erscheint, Fehler können passieren! Lasst euch gegebenenfalls den Essensplan für die nächsten Tage geben.

  6. Smartphone !?
    Das ist eine Option, fotografiert jedes Essen und den Zuteilungszettel, wenn es falsch geliefert wird, oder ihr dann hinterher Beschwerden habt wie Bauchschmerzen, Erbrechen und co, könnt ihr euch Beschweren. Außerdem könnt ihr in der Küche kontrollieren lassen ob das Essen zu 100% glutenfrei war und Entschädigung verlangen!
    (Diese Entschädigung kann in einem Ersatzessen oder einem Essen aus der Cafeteria bestehen, ob es Geldentschädigungen oder ihr einen Rechtsanspruch bzw. Klagemöglichkeit wegen Körperverletzung gibt, müsstet ihr euch, bei einem Rechtsanwalt erkundigen.)

  7. Geplanter Krankenhausaufenthalt
    Bestellt für euch, die" Glutenfreie Kost" bei der Terminvergabe, fragt einen Tag vor der Aufnahme ins Krankenhaus noch einmal nach, dass glutenfreie Kost für euch bestellt ist. Bei eurer Aufnahme weist ihr an der Patientenaufnahme noch einmal darauf hin und lasst noch mal in der Küche nachfragen, das es auf Station geliefert wird. Auch bei der Aufnahme durch Schwestern und Arzt solltet ihr die glutenfreie Diät und eure Zöliakie erwähnen und auf eure Situation sowie die Wichtigkeit der Diät hinweisen.
Nun habt ihr alles getan, um sicher zu sein, dass alles glutenfrei ist, aber habt immer einen Notvorrat an essen dabei! Glutenfreies Essen wird in jedem deutschen Krankenhaus angeboten und in vielen klappt es Problemlos, nur sollte man immer vorbereitet sein falls einmal nichts klappt!


Meine letzten Krankenhaus Aufenthalte, beide ungeplante, waren eine Katastrophe, das mit dem glutenfreien klappte nicht jeden Tag und es wurde auch noch von Tag zu Tag schlechter.

einmal komplett nicht glutenfrei,
am Gemüse war gh Brühe...
Beim ersten Mal lief alles schief, das glutenfreie Brot war ranzig, das Mittagessen bestand die ersten 9 Tage aus Fleisch in brauner Soße mit Kartoffeln und auf Beschwerden und nachfragen in der Küche passierte leider nichts!
Dann wurde mein glutenfreies Essen beim Portionieren zur Hälfte auf dem Teller meiner Hallal essenden Nachbarin gegeben. So das ihr Essen nicht mehr Hallal war und meines nicht mehr glutenfrei... Ein neues Mittagessen bekam ich natürlich nicht, sondern eine Cola aufs Haus!
Nun habe ich mich wieder einmal in der Küche und bei der Essensplanung beschwert und erreichte es gab Gemüse! Nun das ABER das mit dem glutenfreien Essen klappte dann gar nicht mehr! Zuerst gab Gemüseeintopf, der aber nicht glutenfrei war dazu Grießbrei und dazu Zitronen Weizenwaffeln (siehe Bild)... .

Frühstück Privatstation!

Beim zweiten Mal landete ich, aufgrund des akuten Bettenmangels auf der Privatstation! Ich erwähnte meine Zöliakie und das ich glutenfreies Essen benötige! Durch eine Allergenliste konnte die Catering-Dame herausfinden, dass der Milchreis, aber nur dieser glutenfrei sei!

Daraufhin rief sie in der Küche an, bei den Köchen, die nur für die Privatpatienten kochen, und klärte sie über meine Situation auf. Ich bekam glutenfreies und weizenfreies Brot, konnte morgens und abends von einem Buffetwagen mir das Essen zusammensuchen und zum Mittagessen gab es jeden Tag ein tolles glutenfreies Essen! Super!!!
Genau das selbe Tablett wie die,
die nicht glutenfrei Essen!



So soll es sein, nur wurde dann der Bettenmangel behoben und ich kam auf Normalstation, und die Katastrophe fing an!
Zum Frühstück und Abendessen lag nicht jeden Tag glutenfreies Brot auf dem Tablett sonder auch das normale Vollkornbrot! Mein Zuteilungszettel sagte zwar "glutenfreie Kost!", aber ich hatte während den 17 Tagen an 9 Tagen das Falsche zu essen!!! Gab es dann doch mal das glutenfreie Brot, zum Frühstück oder Abendessen war dieses RANZIG.

Auf meine Beschwerden in der Küche wurde leider nicht reagiert, und ich wurde als "Essgestört" bezeichnet und mir wurde eine Psychotherapie empfohlen. Frühstück und Abendessen blieben ein Spießrutenlauf, auch der Arzt konnte das durch Anrufe nicht klären. Ich habe mir daher von meiner Familie glutenfreies Knäckebrot und etwas haltbare Wurst sowie süßen Brotaufstrich besorgen lassen!

Nun zum Mittagessen, meinem Lichtblick, denn aufgrund der schlechten Erfahrung mit dem Mittagessen auf der Normalstation beim Aufenthalt zuvor gemacht hatte, (der nicht mal 4 Wochen zurück lag) konnte meinen zuständigen Stationsarzt zumindest das mit dem Mittagessen klären! Er hat sich mit der Küche in Verbindung gesetzt und das glutenfreie Mittagessen wurde weiter von den Köchen der Privatstation zubereitet.


Als Lehre habe ich aus diesen zwei Aufenthalten habe ich gezogen, dass wir immer sehr achtsam sein müssen, immer hinterfragen was wir essen und immer genügend glutenfreies Essen zur Vorsicht mitnehmen müssen! Auch wenn glutenfrei im Krankenhaus angeboten wird, und auch dort klappen müsste scheint dies nicht immer der Fall zu sein, schon weil in vielen Küchen viel zu viel unqualifiziertes Personal arbeitet!

Ich hoffe ihr seit nun nicht verstört, denn ich hatte auch schon sehr positive Krankenhaus Erlebnisse, dort habe ich glutenfreies Essen verlangt, und während des gesamten Aufenthaltes hat es geklappt, aber wir sollten immer vorbereitet sein, falls es nicht klappt.

Aber am Besten, keiner von uns muss ins Krankenhaus und wir bleiben einfach für immer gesund! ;-)