Sonntag, 8. September 2013

glutenfrei Essen im Krankenhaus - Tipps!

Ich bin wieder da! Es war in letzter Zeit hier so ruhig, da ich krank war und einige Zeit im Krankenhaus verbracht habe! Und aus aktuellem Anlass will ich daher was zum Thema glutenfrei Essen im Krankenhaus erzählen.

 
Ich war schon in einigen Krankenhäusern und habe noch ein paar Zölies zu ihren Erfahrungen befragt, das Ergebnis war von "Super hat ohne Probleme geklappt!" bis zu "Eine riesen Katastrophe!". Bei der Masse an Positiven und negativen Erfahrungen habe ich mir so meine Gedanken gemacht und habe euch ein paar Tipps aufgeschrieben, welche mir sehr geholfen haben und ich will euch auch kurz erzählen, welche Probleme ich in manchen Krankenhäusern hatte und wie ich lösen konnte.

Hier also ein paar Tipps zum Thema Krankenhausaufenthalt ob dieser nun geplant oder ungeplant ist, und wie euch das hilft glutenfrei zu leben. Dann könnt ihr lesen, wie sich meine letzten Krankenhausbesuche zum Thema Essen gestaltet haben und ihr seht ein paar Bilder von der Krankenhauskost!



  1. NOTVORRAT!!!
    Nehmt euch immer etwas glutenfreies Brot, Knäckebrot, Cracker, Kuchen Kekse... mit, oder lasst es euch von Familie oder Freunden mitbringen! Oft ist kein Brot vorrätig und muss erst besorgt werden, dies kann bis zu 4 Tage dauern!!!
  2. Essen!
    Stellt sicher, das "Glutenfreie Kost", als Kostform eingetragen ist, weißt sowohl den Arzt, die Krankenschwester sowie das für das Essen zuständige Personal darauf hin. Erklärt die Wichtigkeit der "Glutenfreien Diät!"
  3. Zuleitungszettel und Essensplan!
    Besorgt euch einen Essensplan und besteht
    darauf, dass man euch den Zuteilungszettel zeigt oder aushändigt auf dem euer Essen, das gerade ausgeteilt wurde. So könnt ihr vergleichen ob das Essen auf dem Tablett, mit dem Essen auf dem Zuteitungszettel übereinstimmt!
  4. Ernährungsberatung!
    Versucht vom Arzt eine Ernährungsberatung zu bekommen! Die Diätassistentin oder Ernährungsberaterin, kann für euch speziell einen Diätplan erstellen, ihr wisst was ihr zu essen bekommt, und ihr nichts falsches bekommt.  Ist der einfachste Weg glutenfreies Essen zu bekommen!


  5. Küche!
    Besorgt euch die Nummer der Diätküche und fragt nach wenn euch ein Essen nicht glutenfrei erscheint, Fehler können passieren! Lasst euch gegebenenfalls den Essensplan für die nächsten Tage geben.

  6. Smartphone !?
    Das ist eine Option, fotografiert jedes Essen und den Zuteilungszettel, wenn es falsch geliefert wird, oder ihr dann hinterher Beschwerden habt wie Bauchschmerzen, Erbrechen und co, könnt ihr euch Beschweren. Außerdem könnt ihr in der Küche kontrollieren lassen ob das Essen zu 100% glutenfrei war und Entschädigung verlangen!
    (Diese Entschädigung kann in einem Ersatzessen oder einem Essen aus der Cafeteria bestehen, ob es Geldentschädigungen oder ihr einen Rechtsanspruch bzw. Klagemöglichkeit wegen Körperverletzung gibt, müsstet ihr euch, bei einem Rechtsanwalt erkundigen.)

  7. Geplanter Krankenhausaufenthalt
    Bestellt für euch, die" Glutenfreie Kost" bei der Terminvergabe, fragt einen Tag vor der Aufnahme ins Krankenhaus noch einmal nach, dass glutenfreie Kost für euch bestellt ist. Bei eurer Aufnahme weist ihr an der Patientenaufnahme noch einmal darauf hin und lasst noch mal in der Küche nachfragen, das es auf Station geliefert wird. Auch bei der Aufnahme durch Schwestern und Arzt solltet ihr die glutenfreie Diät und eure Zöliakie erwähnen und auf eure Situation sowie die Wichtigkeit der Diät hinweisen.
Nun habt ihr alles getan, um sicher zu sein, dass alles glutenfrei ist, aber habt immer einen Notvorrat an essen dabei! Glutenfreies Essen wird in jedem deutschen Krankenhaus angeboten und in vielen klappt es Problemlos, nur sollte man immer vorbereitet sein falls einmal nichts klappt!


Meine letzten Krankenhaus Aufenthalte, beide ungeplante, waren eine Katastrophe, das mit dem glutenfreien klappte nicht jeden Tag und es wurde auch noch von Tag zu Tag schlechter.

einmal komplett nicht glutenfrei,
am Gemüse war gh Brühe...
Beim ersten Mal lief alles schief, das glutenfreie Brot war ranzig, das Mittagessen bestand die ersten 9 Tage aus Fleisch in brauner Soße mit Kartoffeln und auf Beschwerden und nachfragen in der Küche passierte leider nichts!
Dann wurde mein glutenfreies Essen beim Portionieren zur Hälfte auf dem Teller meiner Hallal essenden Nachbarin gegeben. So das ihr Essen nicht mehr Hallal war und meines nicht mehr glutenfrei... Ein neues Mittagessen bekam ich natürlich nicht, sondern eine Cola aufs Haus!
Nun habe ich mich wieder einmal in der Küche und bei der Essensplanung beschwert und erreichte es gab Gemüse! Nun das ABER das mit dem glutenfreien Essen klappte dann gar nicht mehr! Zuerst gab Gemüseeintopf, der aber nicht glutenfrei war dazu Grießbrei und dazu Zitronen Weizenwaffeln (siehe Bild)... .

Frühstück Privatstation!

Beim zweiten Mal landete ich, aufgrund des akuten Bettenmangels auf der Privatstation! Ich erwähnte meine Zöliakie und das ich glutenfreies Essen benötige! Durch eine Allergenliste konnte die Catering-Dame herausfinden, dass der Milchreis, aber nur dieser glutenfrei sei!

Daraufhin rief sie in der Küche an, bei den Köchen, die nur für die Privatpatienten kochen, und klärte sie über meine Situation auf. Ich bekam glutenfreies und weizenfreies Brot, konnte morgens und abends von einem Buffetwagen mir das Essen zusammensuchen und zum Mittagessen gab es jeden Tag ein tolles glutenfreies Essen! Super!!!
Genau das selbe Tablett wie die,
die nicht glutenfrei Essen!



So soll es sein, nur wurde dann der Bettenmangel behoben und ich kam auf Normalstation, und die Katastrophe fing an!
Zum Frühstück und Abendessen lag nicht jeden Tag glutenfreies Brot auf dem Tablett sonder auch das normale Vollkornbrot! Mein Zuteilungszettel sagte zwar "glutenfreie Kost!", aber ich hatte während den 17 Tagen an 9 Tagen das Falsche zu essen!!! Gab es dann doch mal das glutenfreie Brot, zum Frühstück oder Abendessen war dieses RANZIG.

Auf meine Beschwerden in der Küche wurde leider nicht reagiert, und ich wurde als "Essgestört" bezeichnet und mir wurde eine Psychotherapie empfohlen. Frühstück und Abendessen blieben ein Spießrutenlauf, auch der Arzt konnte das durch Anrufe nicht klären. Ich habe mir daher von meiner Familie glutenfreies Knäckebrot und etwas haltbare Wurst sowie süßen Brotaufstrich besorgen lassen!

Nun zum Mittagessen, meinem Lichtblick, denn aufgrund der schlechten Erfahrung mit dem Mittagessen auf der Normalstation beim Aufenthalt zuvor gemacht hatte, (der nicht mal 4 Wochen zurück lag) konnte meinen zuständigen Stationsarzt zumindest das mit dem Mittagessen klären! Er hat sich mit der Küche in Verbindung gesetzt und das glutenfreie Mittagessen wurde weiter von den Köchen der Privatstation zubereitet.


Als Lehre habe ich aus diesen zwei Aufenthalten habe ich gezogen, dass wir immer sehr achtsam sein müssen, immer hinterfragen was wir essen und immer genügend glutenfreies Essen zur Vorsicht mitnehmen müssen! Auch wenn glutenfrei im Krankenhaus angeboten wird, und auch dort klappen müsste scheint dies nicht immer der Fall zu sein, schon weil in vielen Küchen viel zu viel unqualifiziertes Personal arbeitet!

Ich hoffe ihr seit nun nicht verstört, denn ich hatte auch schon sehr positive Krankenhaus Erlebnisse, dort habe ich glutenfreies Essen verlangt, und während des gesamten Aufenthaltes hat es geklappt, aber wir sollten immer vorbereitet sein, falls es nicht klappt.

Aber am Besten, keiner von uns muss ins Krankenhaus und wir bleiben einfach für immer gesund! ;-)

1 Kommentar:

  1. Anke-Suzan Behrmann9. Oktober 2013 um 11:03

    Hallo! Auch ich musste einige Tage - geplant - ins Krankenhaus und hinterher zu einer ambulanten Reha. Im Krankenhaus klappte das mit dem Essen morgens, nachmittags und abends gut. Mittags hatte ich oft das Pech, dass die Sauce, die zu meinem Essen - an zehn Tagen hatte ich ungefähr acht Mal Brokkoli als Gemüse und konnte so eine sehr innige Beziehung zu dem grünen Kram aufbauen - sic zu etwas Widerlichem, puddingartigen verwandelt hatte. Das löag daran, dass das Essen erst zu 75 % durchgegart und dann abgekühlt und letztlich auf Station wieder aufgewärmt und zuende gegart wird. Das machen die Saucen offenbar nicht mit.

    Bei der ambulanten Reha bekam ich nur Mittagessen. Dort war man mit dem Thema Zöliakie komplett überfordert überfordert, so dass ich mich nur auf Salat einlassen konnte. Croutons oder paniertes Fleisch war trotzdem dabei. Den Nachtisch musste ich oft weglassen, da ich mir nicht sicher sein konnte, ob er okay war. Auf Obst wäre ich gern ausgewichen, hatte aber nur selten die Wahl.

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