Montag, 2. November 2015

Produkttest - Delicardo Foodcards

-Enthält Werbung-

Ich habe von der Firma  Delicardo diese Foodcards auf deutsch, englisch und spanisch, vor einem Jahr, zur Verfügung gestellt bekommen. Nun habe ich sie einem intensiven Praxistest unterzogen. 

Wie mach ich so eine Foodcard?

Schnappshus von delicardo.de
Diese Foodcards könnt ihr in einem Konfigurator an eure Ernährungssituation anpassen, so könnt ihr neben glutenfrei diverse Filter aus Allergien, Unverträglichkeit, Einzelstoffe und Diäten einbinden und so eure ganz Persönliche Foodcard kreieren.

Im nächsten Schritt könnt ihr dann noch überprüfen was auf euren persönlichen Foodcards stehen wird! Eure personalisierte Karte könnt ihr aus Papier, Plastik oder als Pdf bekommen.

Wie sind die Foodcards aufgebaut?
 
Auf einer Seite mit grünem Häkchen stehen alle Produkte die Erlaubt sind, in meinem Fall alle glutenfreien Lebensmittel wie Obst, glutenfreie Getreide, Gemüse, Fleisch... .

Auf der anderen Seite mit einem Roten Symbol stehen nun alle verbotenen Zutaten, hier glutenhaltigen Produkt wie: Weizen, Roggen,  herkömmliches Mehl... , sowie sehr viele Produkte die potentiell Gluten enthalten.

Welche Erfahrungen konnte ich mit den Foddcards sammeln:

Als ich anfing glutenfrei zu leben, vor 17 Jahren, gab es diese Karten "Bitte an den Koch" regelmäßig in allen Sprachen von der DZG für ihre Mitglieder.  Diese waren jedoch nicht ganz so ausführlich was die Produkte betrifft, dafür erklärten sie die Küchenhygiene und Kreuzkontamination!

Was glaubt ihr macht es Sinn, Karten zu haben, die noch einmal für Restaurants erklären, was man bei Zöliakie essen darf, was nicht und wobei man aufpassen muss?

Ich war zunächst sehr skeptisch,  denn eigentlich müsste das durch Beginn der Kennzeichnungspflicht auch für frische Lebensmittel,  d.h. auch bei Restaurants, sollte das doch nun, durch die Allergenschulungen nun bekannt sein! Leider ist es meist immer noch nicht der Fall, viele Restaurants kennen sich mit dem Thema Gluten gar nicht aus!


In Deutschland habe ich Restaurants ausprobiert, die nicht extra mit glutenfrei warben, fast keiner wusste, was zu beachten ist. Auch die allermeisten Köche wirkten ahnungslos,  dank der foodcards konnte ich in etwa 60% der Fälle etwas zu essen bekommen.  Ich bin in das Restaurant gegeangen, habe mich vorgestellt und nach glutenfreiem Essen gefragt. Meist wusste man nicht was glutenfrei heißt, oder war sich unsicher was Gluten ist. Mithilfe der Foodcards konnte dann schnell Aufgeklärt werden was glutenfrei bedeutet und gemeinsam konnte ein Gericht ausgewählt werden. 

Auch waren die Karten hilfreich um Freunden und Familie noch einmal alles vor Augen zu führen. Das habe ich sowohl in Deutschland als auch in Spanien ausprobiert. Meine Freunde fanden es klasse, da sie auf den ersten Blick alles glutenfreie und auf den zweiten auch alles Böse Finden konnten, dass sie u.a. auf Zutatenlisten finden können.

In meinem Spanienurlaub habe ich die Foodcards nie im Restaurant gebraucht. Man findet genügend glutenfreie Restaurants und auch sehr viele Produkte in den Supermärkten,  doch meine Familie in Spanien kannte sich nicht so gut aus. Auch wegen einer kleinen Sprachbarriere war ich froh das ich mittels Foodcards mitteilen konnte was wichtig ist.

Fazit nach einem Jahr:

Foodcards erklärte kurz und knapp was glutenhaltige Zutaten, was glutenfreie Zutaten sind und wo man die Zutatenliste überprüfen muss.  Was mir noch zur perfekten Karte fehlt, sind kurze Hinweise auf die Küchenhygiene bei Zöliakie und Kreuzkontamination.

Die Foodcards sind sehr nützlich,  vor allem da ihr sie Personalisieren lassen könnt, wenn ihr mehr als eine Unverträglichkeit habt. Mir haben sie bei Restaurants in Deutschland geholfen um vorher abzuklären, ob ich dort essen gehen könnte und um die Küche kurz zu schulen. 

Auch um euren Freunden,  Bekannten und Familie noch einmal ins Gedächtnis zu rufen was glutenfrei ist, was nicht und wo überall Gluten versteck sein kann, sind sie gut.


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