Sonntag, 6. November 2016

Glutenfrei durch die Provence

Ende September habe ich eine Woche in der Provence verbracht und das Leben genossen, wie Gott in Frankreich! Ich hatte tolles Wetter, habe viel gesehen und leckere französisch glutenfrei gegessen.

Hier also ein kleiner Reisebericht von mir zu meiner Reise durch Frankreich und ein paar Bilder die ich geschossen habe. 


Besonders haben mir die Farben der Provence gefallen das Ocker der Häuser das sich in das grün der Landschaft einfügt und das Licht allem einen besonderen Flair verleiht. Das man beim Erkunden der Gegend auf Oliven- und Granatapfelbäume sowie Opuntien trifft.


Eine wunderschöne Tomatenauswahl, von der ich einige gekauft habe und einen tollen Salat gemacht habe.

Alles in grün ist glutenfrei
gefunden in den Total Shops
 der Raststätten an der Autobahn
Diesen Urlaub habe ich zusammen mit meiner Mutter gemacht und bin spontan eingesprungen. Danke für die schöne Reise. Losgefahren sind wir Freitags, nach meiner Arbeit, bis an die französische Grenze um dort zu übernachten. Am nächsten Morgen ging es direkt auf die französische Autobahn und ab in Richtung Süden. Auf dem Weg sind wir an etlichen  Raststätten raus gefahren, hier empfehle ich die von Total, denn in deren Shop bekommt ihr immer ein paar glutenfreie Produkte von Gerblé. In den anderen Tankstellenshops gab es meist nur Reiswaffeln. 

Samstagnachmittag sind wir in der Provence angekommen und haben uns die Stadt Orange mit ihrem römischen Theater angesehen, dann ging es weiter nach Bédoin.


Ein Blick auf Bedoin.

Unser Urlaubsort Bédoin liegt am Fuße des Berges Mont Ventoux und ist ein kleines Örtchen auf etwa 3000 m Höhe, den der Fluss Méde durchfließt. Hier steht eine schöne frühromanische Kapelle und Fahradfreunde starten von hier die berüchtigte Route auf den Mont Ventoux.




Der Mont Ventoux ...
Erstaunt war ich darüber, dass ich selbst in dem kleinen ortsansässigen Caufour in Bédoin eine große Auswahl an glutenfreien Produkten von Caufour und Gerblé gefunden habe und sogar glutenfreien Blätterteig im Frischeregal. Auch der winzige Tante Emma laden hatte Genius glutenfree Brot, sowie eine französische Marke. Die größte Auswahl an glutenfreiem, gab es in den großen Leclerc Läden, die man in den Industriegebieten von größeren Städten findet. 

Einkaufen war für mich also schon einmal nicht wirklich ein Problem, Essen waren wir in der Woche allerdings nur zwei  Mal, da es so viele schöne Produkte zu kaufen gab, dass ich einfach selber kochen wollte. 
Eis hab ich mir auch ab und an gegönnt, Alergen-Listen hingen in jeder von mir besuchten Eisdielen.

Sonntags haben wir uns akklimatisiert und die Gegend um Bedoin angeschaut, das wundervolle Wetter genossen und Pläne für die Woche gemacht. 

Den halben Montag habe ich auf dem Marche Provencial in Bédoin verbracht, einem farbenfrohen Markt auf dem man alles findet, was das Herz begehrt
Hier findet man Regionales Obst und Gemüse, diverseste Wurst und Käsesorten, französisches Nougat und allerlei Köstlichkeiten. 


Aber auch Bekleidung, Handwerksprodukte wie Seife und Töpferei gibt es hier zukaufen. Es lohnt sich wirklich einen Markttag einzulegen und sich an der Farbenpracht der Provence zu erfreuen.


Abends habe ich im Les Grillion gegessen, einem kleinen Restaurant in Bedoin, bei dem alle Speisen über einem Feuer im Kamin im Restaurant gegrillt werden. Trotz meiner geringen französisch Kenntnisse und unter zur Hilfenahme einer "Bitte an den Koch!" auf französisch habe ich ein erstklassisches Abendmenü genossen. Dort kannte man sich mit glutenfrei aus und es war sehr empfehlenswert. Das Menü bestand aus 3 Gängen und war reichhaltig.Le Grillon
ave Baral des beaux,
Bédoin



Als nächstes haben wir einen Tagesausflug in die Camargue gemacht nach 
Les-Saintes-Maries-de-la-Mer. 

Dieses Städtchen hat eine alte Wehrkirche und die kleinen Sträßchen sowie die Promenade am Strand sind sehr schön. In der Camargue, die zum größten Teil ein Naturschutzgebiet ist gibt es Reisanbau, Meersalzgewinnung, freilaufende Rinder und weiße Pferde und Flamingos. 


Von Saintes-Maries könnt ihr einen Damm entlang laufen, auf der einen Seite das Mittelmeer auf der anderen Seite das Marschland. In den angestauten Seen der Marsch könnt ihr die Flamingos sehen. Sie sind nicht so rosa oder orange wie die im Zoo und auch etwas weiter entfernt, aber sie sind ein toller Anblick. 




In diesem Naturschutzgebiet gibt es viele wunderschöne Vögel zu sehen und der Wanderweg auf dem Damm lohnt sich für Naturfreunde auf jeden Fall. Wenn ihr eine Kamera mit Teleobjektiv habt, nehmt es mit.




Am nächsten Tag ging es nach Avignion um uns die Stadt anzuschauen und einmal „Sure le Pont D’Avignion“ gewesen zu sein. Natürlich stand die halbfertige berühmte Brücke mit auf unserem Programm, auch waren wir am Papstpalast und haben die von außen vertikal begrünte Markthalle gesehen. 




Dann ging es zum Mittagessen in den Imbiss Côte Gout, diese bieten einige glutenfreie Speisen an. Für einen Sitzplatz waren wir leider schon etwas zu spät, also haben wir etwas zum Essen mitgenommen und uns am Rathaus auf eine Bank gesetzt. 

Für mich gab es eine Crep Rolle mit Shitakepilzen und Gemüse gefüllt... sehr lecker. Das Côte Gout kann ich euch empfehlen, das Personal war nett und kompetent was das Thema glutenfrei angeht. Hier die Webseite des 
Côte Gout

Nach dem Mittagessen sind wir an der Rhone entlang gelaufen und haben uns die Stadtmauer von außen angesehen. Dannach waren wir noch ein paar Lebensmittel einkaufen und den nächsten Tag haben wir im Ferienhaus in der Sonne verbracht bevor es Freitags wieder zurück ging.

Die meiste Zeit haben wir selbstgekocht, so gab es am ersten Abend eine Ratatouille, Mittags gab es oft bunten Tomatensalat mit Basilikum dazu Brot und Käse, am einen Tag Abends Ziegenkäsetarte, am anderen eine Tomaten-Auberginen-Quich mit Blauschimmelkäse, als Boden den gekauften glutenfreien Blätterteig. Ein geniales Getränk für heiße Tage ist übrigens Basilikum-Zitronen-Wasser. Gebt dafür ein-zwei Zweige Basilikum und zwei scheiben unbehandelte Zirtone in einen Liter Wasser und lasst es übernacht im Kühlschrank ziehen.

Als Mitbringsel habe ich Fleur de Sel und Reis aus der Camargue, Lavendelseife und Lavendel aus der Provence für Lavendel-Cookies, Ziegenkäse für die Ziegenkäse Tart mit Zitrone und Thymian sowie einige glutenfreie Goodies mitgebracht. Besonders haben es mir die Knusprigen Rollen mit Haselnussfüllung von Gerblé angetan, die leider nicht mehr für ein Foto gehalten haben daher hier ein Link.

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